Rekord: 105 PTA verzweifelt gesucht

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Berlin - Der Fachkräftemangel schwebt wie ein Damoklesschwert über den Apotheken. Ein Ende der Angestellten-Dürre ist nicht in Sicht. Im Gegenteil, geht der 64er-Jahrgang in Rente wird es leer hinter den HV-Tischen. In Berlin kletterte die Zahl der aktuellen Stellenangebote für PTA auf 105. Ein trauriger Rekord. Die Zahl der Stellengesuche liegt bei Null.

Sofort oder später, in Voll- oder Teilzeit sind die Schlagwörter der aktuellen Stellenangebote für Berlin. In der Hauptstadt sind Apotheken, Krankenhäuser und die ABDA auf der Suche nach PTA. Mit übertariflicher Bezahlung, Urlaubs- und Weihnachtsgeld, persönlichen Entwicklungsmöglichkeiten, netten Kollegen, einem modernen Arbeitsplatz und guten Verkehrsanbindungen buhlen die Arbeitgeber um Personal. Begehrt ist auch Nachwuchs – 22 Stellen für PTA-Praktikanten sind zu besetzen. Im Vergleich werden „nur“ 58 Apotheker gesucht. Auch PKA müssen bei 38 offenen Stellen die Arbeitslosigkeit nicht fürchten. Außerdem sind vier Ausbildungsstellen zu vergeben.

Doch nicht nur in der Hauptstadt wird pharmazeutisches Personal gesucht. In der Hansestadt fehlen laut Apothekerkammer Hamburg 70 PTA, Gesuche gibt es nur drei. Bei der Sächsischen Apothekerkammer sind 101 offene PTA-Stellen und 119 offene Apotheker-Stellen zu vergeben. Toppen kann das die Kammer Nordrhein, hier sind mehr als 160 PTA-Stellen zu besetzen. In Bayern sind auf der Seite der Landesapothekerkammer zwölf PTA selbst auf der Suche, bei mehr als 300 Angeboten sollten die PTA wohl einen Job finden.

Aber woher nehmen, wenn nicht stehlen? Der Nachwuchs fällt eher spärlich aus, die Zahl der PTA-Schulen ist rückläufig und wo noch ausgebildet wird, beginnen die neuen Schuljahre mit weniger und kleineren Klassen, von denen auch nicht alle Schüler die Ausbildung abschließen.

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