Um die PTA-Vertretung noch rechtzeitig zu stoppen, will die Bundesapothekerkammer (BAK) die Weiterqualifizierung von Pharmazeutisch-technischen Assistentinnen und Assistenten (PTA) vorantreiben. In einem ersten Schritt wurde heute von der Mitgliederversammlung in Hamburg ein Curriculum verabschiedet.
Das Curriculum für die Praxisanleitung soll eine zusätzliche pädagogische Qualifikation ermöglichen, damit PTA den Auszubildenden in der Apotheke die notwendigen beruflichen Handlungskompetenzen zu vermitteln. Bislang war laut einem Abda-Sprecher nicht bundeseinheitlich geregelt, welche Anforderungen an die Qualifikation von PTA gestellt werden; das PTA-Gesetz fordere lediglich eine mindestens zweijährige Berufstätigkeit. Nach Absolvieren einer pädagogischen Zusatzqualifikation laut dem neuen Curriculum dürfen PTA künftig die Auszubildenden als Praxisanleiter:innen betreuen. „Das Curriculum gibt die Inhalte vor. Die BAK geht davon aus, dass die Landesbehörden dieses Curriculum anerkennen und bestätigen.“
Weiterhin hat die BAK-Mitgliederversammlung dafür votiert, eine bundesweit einheitliche fachliche Weiterqualifizierung für PTA zu entwickeln. Die BAK soll nach dem Beschluss nun ein Curriculum erarbeiten und die Standards für diese Weiterqualifizierung setzen.
„Wir haben eine Grundsatzentscheidung getroffen“, sagt BAK-Präsident Dr. Armin Hoffmann. „PTA sind wertvolle Mitarbeitende in den Apotheken. Wir möchten ihnen Möglichkeiten zur beruflichen Weiterentwicklung – verbunden mit einem klar definiertem Kompetenzprofil – in der öffentlichen Apotheke geben. Das stärkt einerseits die Attraktivität des Berufes und fördert andererseits die öffentlichen Apotheken dabei, ihr Dienstleistungsangebot noch stärker auszubauen.“
Die Weiterqualifizierung von PTA ist laut BAK keine originäre Aufgabe der Landesapothekerkammern. Deshalb würden Umsetzungsmöglichkeiten in den Ländern unter Berücksichtigung der rechtlichen Rahmenbedingungen, insbesondere der Heilberufs- und Kammergesetze der Länder, und auch unter Einbezug Dritter noch ausgelotet. Erste Eckpunkte der Weiterqualifizierung seien bereits im März mit dem Bundesverband PTA (BVpta) in dem Papier „PTA stärken – Weiterqualifizierung ja, Vertretung nein“ abgestimmt worden.
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