Reform der PTA-Ausbildung

Adexa und BVpta wollen drei Jahre PTA-Ausbildung APOTHEKE ADHOC, 31.07.2018 10:46 Uhr

Berlin - Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat angekündigt, dass er nicht nur das PTA-Schulgeld bundesweit abschaffen, sondern auch die Inhalte der PTA-Ausbildung modernisieren will. Darauf reagieren jetzt die Apothekengewerkschaft Adexa und der Bundesverband Pharmazeutisch-technischer AssistentInnen (BVpta) mit einem gemeinsamen Positionspapier zur Neuordnung des PTA-Berufsbildes verabschiedet: Beide wollen die Ausbildung auf drei Jahre verlängern.

„Das Aufgabenbild von PTA hat sich im Laufe der mehr als 50-jährigen Berufsgeschichte stark gewandelt“, so Bettina Schwarz, Geschäftsführerin des BVpta. „Deshalb ist es an der Zeit für eine tiefgreifende Novellierung.“ Rund 66.000 PTA und mehr als 2000 PTA-Praktikanten seien in öffentlichen Apotheken tätig. Über PTA liefen 70 bis 80 Prozent aller Kundenkontakte. Weitere Tätigkeitsschwerpunkte seien die Herstellung, Prüfung und Dokumentation von Rezepturen und Defekturen. Auch bei Krankenkassen oder in der Industrie erfüllten PTA wichtige Aufgaben. „PTA ist also ein modernes Berufsbild“, fasst Adexas Erster Vorsitzender Andreas May zusammen. „Dazu gehören auch moderne Rahmenbedingungen.“

In ihrem Positionspapier fordern Adexa und der BVpta umfassende Änderungen am Gesetz über den Beruf des pharmazeutisch-technischen Assistenten (PharmTAG) sowie an der Ausbildungs- und Prüfungsordnung (PTA-APrV). „Beide Regelwerke bilden weder den aktuellen Stand noch zeitgemäße Kompetenzen von PTA ab“, so Sabine Pfeiffer-van Rijswijk, Vorsitzende des BVpta. Als Beispiele nennt sie Qualitätsmanagement, Dokumentation und Digitalisierung. „Gleichzeitig müssen die Ausbildungsbedingungen attraktiver gestaltet werden, um dem schon jetzt bestehenden Fachkräftemangel entgegenzuwirken“, ergänzt May.

Die Ausbildungsdauer soll auf 36 Monate verlängert werden, also 30 Monate PTA-Fachschule und wie bisher sechs Monate Praktikum. Ausbildungsschwerpunkte und Themen seien nach zeitgemäßen Erfordernissen aufzustocken und die Ausbildungsstandards bundesweit anzugleichen. Zum zeitgleichen Erwerb eines Fachhochschulabschlusses sollen zusätzlich Deutsch und Mathematik sowie eine Fremdsprache erforderlich werden.

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