Spahn-Entwurf: PTA dürfen ohne Aufsicht arbeiten

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Berlin - Erfahrene PTA sollen künftig ohne Aufsicht eines Apothekers selbstständiger arbeiten dürfen. Das sieht ein Referentenentwurf des Bundesgesundheitsministeriums (BMG) zu einem PTA-Reformgesetz vor. Die Ausbildungsinhalte sollen überarbeitet, die Praktikumszeit in der Apotheke verkürzt werden. Die ganz große Reform des Berufs bleibt aber aus, auch eine Verlängerung der Ausbildung auf drei Jahre ist nicht vorgesehen. Was sagen Sie zum Gesetzentwurf? Jetzt mit den Kolleginnen und Kollegen austauschen!

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) geht weiter energisch die Reform des Apothekenmarktes an. Nachdem er Anfang des Monats sein „Apothekenstärkungsgesetz“ einbrachte, legt er kurz vor Ostern mit dem Gesetzes zur Weiterentwicklung des Berufsbildes der Ausbildung der pharmazeutisch-technischen Assistentinnen und pharmazeutisch-technischen Assistenten (PTA-Reformgesetz) nach. Konkret angepasst wird das Gesetz über den PTA-Beruf (PharmTAG), die Ausbildungs- und Prüfungsverordnung (PTA-APrV) sowie die Apothekenbetriebsordnung (ApBetrO).

Kernstück der Reform ist die Kompetenzerweiterung der PTA: Laut Entwurf kann der Inhaber ganz oder teilweise auf die Beaufsichtigung der PTA verzichten. Voraussetzung dafür ist, dass die staatliche Prüfung mindestens mit dem Gesamtergebnis „gut“ bestanden wurde, die PTA mindestens drei Jahre Berufserfahrung hat und seit mindestens einem Jahr in der Apotheke beschäftigt ist. Außerdem muss eine regelmäßige Fortbildung in Gestalt eines Zertifikats einer Apothekerkammer nachgewiesen werden. Ausgenommen sind die Sterilherstellung sowie die Abgabe von Betäubungsmitteln, Arzneimitteln mit teratogenen Wirkstoffen und Einzelimporten.

Hat die PTA ihre Ausbildung schlechter als „gut“ abgeschlossen, verlängert sich die erforderliche Berufserfahrung um zwei Jahre. Teilzeitbeschäftigungen werden im tatsächlichen Umfang berücksichtigt. Der Verzicht auf die Beaufsichtigung ist vom Apothekenleiter schriftlich oder elektronisch festzulegen. Dabei hat er auch zu definieren, in welchen Fällen ein Apotheker hinzuzuziehen ist. Erweiterte Kompetenzen im Apothekenbetrieb für PTA seien grundsätzlich limitiert. Eine Vertretung des Apothekenleiters und könnten nicht in Betracht kommen, heißt es explizit im Entwurf.

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