ABDA: Keine PTA-Azubis in Apotheken

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Berlin - Der Schlagabtausch zur PTA-Reform geht weiter. Kurz vor der Abstimmung des Bundesrates über den Gesetzentwurf der Bundesregierung und die Empfehlungen der Ausschüsse meldet sich die ABDA erneut zu Wort. Die Standesvertretung ist in Sorge – die Ausbildung könne unnötig kompliziert werden. Von einer Ausweitung der Kompetenzen hält die ABDA weiterhin nichts. PTA sei und bleibe ein Assistenzberuf.

Die Stellungnahme der ABDA zu den Empfehlungen der Ausschüsse beginnt sanft. „Die ABDA begrüßt, dass die Ausschüsse des Bundesrates die Neuordnung der Ausbildung der pharmazeutisch-technischen Assistentinnen und pharmazeutisch-technischen Assistenten für notwendig erachten, um die Attraktivität des Berufes zu steigern und einem Fachkräftemangel entgegenzuwirken.“ Allerdings teile man – ungeachtet noch zu ändernder Regelungen – nicht die Auffassung, dass der von der Bundesregierung vorgelegte Gesetzentwurf den gestellten Ansprüchen nicht gerecht werde. Konkret geht es um Ausbildungsdauer, -struktur, -inhalte sowie Regelungen zur Verantwortung der Ausbildung und Erweiterung der Kompetenzen.

Aus Sicht der ABDA führen die empfohlene Verlängerung der Ausbildungsdauer auf drei Jahre mit praktischem und theoretischem Anteil im Wechsel sowie die vorgeschlagene Ausbildungsvergütung von Beginn an nicht zu einer Steigerung der Attraktivität der Ausbildung und des Berufes der PTA. „Wir haben vielmehr die Sorge, dass die Ausbildung der PTA an Stringenz verliert, sie unnötig kompliziert wird und damit für alle Beteiligten aufwändig gemacht wird, ohne dass daraus ein adäquater Zugewinn resultiert.“

Die Ausschüsse fordern einen Wechsel der Abschnitte der schulischen und praktischen Ausbildung, wie es auch bei anderen Gesundheitsfachberufen der Fall ist. Verwiesen wird auf die PKA-Ausbildung. Aus Sicht der Ausschüsse kann ein so gestalteter Ausbildungsgang nicht mit „erheblichen organisatorischen Schwierigkeiten an Schulen“ vom Gesetzgeber abgelehnt werden. Aus Sicht der ABDA ist ein Verweis auf den PKA-Beruf „nicht sachgerecht“. „Bei diesem überwiegen – im Gegensatz zur PTA-Ausbildung – die praktischen Ausbildungsanteile deutlich den berufsschulischen Unterricht.“ Grob gerechnet sei das Verhältnis von schulischem und praktischem Teil 0,27:1. Auch unter Berücksichtigung der von den Ausschüssen geforderten Stundenzahlen – 4200 Stunden, aufgeteilt in mindestens 3000 schulische Ausbildungsstunden und mindestens 1200 praktische Ausbildungsstunden – käme man bestenfalls auf das Verhältnis 2,5 zu 1.

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