Nach Bundesratsbeschluss

PTA hoffen auf echte Reform

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Berlin -

Erleichterung bei der Berufsvertretung der PTA: Die Gegenäußerung des Bundesrats zur geplanten PTA-Reform von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) sieht der BVpta als „neue Chance für 3-jährige Ausbildung und nötige Aufwertung unseres Berufes“.

Der BVpta hatte die von Spahn geplante Reform als unzureichend kritisiert. Die eigenen Forderungen seien in den Fachausschüssen und im Bundesrat doch noch verstanden worden, heißt es in einer Stellungnahme des Verbands, der nun auf eine echte Reform des PTA-Berufes hofft.

Vor allem freut man sich beim BVpta über die „beherzte Rede“ der sächsischen Sozialministerin Barbara Klepsch (CDU) vor dem Bundesrat. Das Plenum der Länderkammer habe sich dem in der Abstimmung angeschlossen „und folgte damit den Reform-Positionen des BVpta und der ADEXA – entgegen denen der ABDA“, frohlockt der PTA-Verband. Die ABDA hatte sich gegen eine deutliche Ausweitung der Kompetenzen ausgesprochen, PTA sei und bleibe ein Assistenzberuf.

Die BVpta-Bundesvorsitzende Katja Hennig kommentiert: „Wir setzen nun alle Hoffnung in die Nachbesserung!“ Die Gesundheitspolitik müsse den Herausforderungen endlich mit dem nötigen Weitblick begegnen. „Wir wollen kein ‚halbgares Reförmchen‘, sondern ein zeitgemäßes Gesetz, das eine tatsächliche Aufwertung des PTA-Berufes mit sich bringt und so dem Fachkräftemangel künftig entgegenwirkt.“

Ministerin Klepsch hatte im Bundesrat davor gewarnt, „dass PTA ein Gesundheitsberuf zweiter Klasse wird“. Sie ist unter anderem für eine verlängerte Ausbildungsdauer und Abschaffung des Schulgelds – beides auch Forderungen de BVpta sowie der Apothekengewerkschaft Adexa, die sich ebenfalls für die Interessen der PTA einsetzt.

Im Bundesrat hat am vergangenen Freitag eine Mehrheit für eine Ausbildungsvergütung von Beginn an sowie die Streichung des Schulgelds gestimmt. Das gleiche gilt für eine Ausbildungsdauer von drei Jahren mit Theorie und Praxis im Wechsel. Angenommen wurde zudem ein Antrag des Gesundheitsausschusses, der eine Ausweitung der Kompetenzen für PTA vorsieht.

Gestrichen werden soll der im Entwurf vorgesehene Passus, dass dafür eine bestimmte Berufserfahrung beziehungsweise Abschlussnote erforderlich ist. „Grundsätzlich sollte eine Kompetenzerweiterung mit einer entsprechenden Anpassung und Erweiterung der Ausbildung verbunden sein und für alle Berufsangehörigen ermöglicht werden und nicht nur im Einzelfall.“

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