PTA-Reform im Bundestag

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Berlin -

Ausbildungsdauer und -vergütung, Schulgeld sowie Kompetenzen: Heute diskutierten im Bundestag die Gesundheitsexperten über die PTA-Reform. Im Gesundheitsausschuss kamen unter anderem die Apothekengewerkschaft Adexa, der Bundesverband Pharmazeutisch-technischer Assistenten (BVpta), die Gewerkschaft Verdi, die Deutsche Pharmazeutische Gesellschaft (DPhG) und die ABDA zu Wort.

Zumindest in einem Punkt sind sich alle Beteiligten einig: Ausbildung und Beruf der PTA müssen attraktiver werden. Uneinigkeit herrscht jedoch über die Details. Der Gesetzesentwurf von Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) sieht keine Änderung in der Ausbildungsdauer, aber eine Ausweitung der Kompetenzen für PTA unter bestimmten Voraussetzungen vor.

Ausbildungsdauer
Seitens der ABDA erntet der Gesetzesentwurf nur teilweise Applaus. Denn auch die ABDA sieht unter inhaltlichen Aspekten keine Notwendigkeit für eine Verlängerung der Ausbildung. Dauer und Struktur sind angemessen, stellte Dr. Christiane Eckert-Lill aus Sicht von ABDA und DAV heute klar. Die bewährte Struktur solle beibehalten werden, allerdings „zeitliche Kürzungen in einzelnen Fächern sind angemessen.“ Zu Lasten der Chemie solle die Arzneimittelkunde profitieren.

Eine Ausweitung der Ausbildungsdauer könne gar den Fachkräftemangel fördern. Es bestehe die Gefahr, dass beispielsweise bei der Verlängerung der Schulzeit auf zwei Jahre und drei Monate, Schulplätze blockiert werden. „Weil die Mädchen ja nicht zu einem Schuljahr die Schule verlassen, sondern über das Schuljahr hinaus und Ausbildungsplätze blockieren.“ Damit stünden weniger Ausbildungsplätze zur Verfügung. Für den Fachkräftemangel sei nicht nur der demographische Wandel verantwortlich, sondern auch der Mangel an Ausbildungsplätzen, so Eckert-Lill. Eine Verlängerung der Ausbildung wäre zudem unverhältnismäßig und brächte keinen Zugewinn an Kenntnissen und Fertigkeiten.

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