An einem Tag sechs Praktikant:innen gleichzeitig betreuen? Für Filialleiterin Sevin Jned-Mahko aus der Olivarum-Apotheke in Duisburg kein Problem. „Ich mache das sehr gerne. Man muss den Nachwuchs gut an die Hand nehmen und für den Beruf begeistern“, sagt sie. Das sei nicht nur für die Jugendlichen nachhaltig, sondern auch für die Apotheke. „Bei den Olivarum-Apotheken wissen wir, dass Praktikanten nicht nur die Zukunft der Branche repräsentieren, sondern auch die heutigen Innovationen vorantreiben.“
Der Zufall bescherte Jned-Mahko an einem Tag gleich sechs Praktikant:innen auf einmal. „Ich habe zunächst zwei Tagespraktikanten von der Schule angenommen, dann kamen noch zwei Schülerinnen aus der neunten Klasse hinzu und schlussendlich sollte aus unserer Hauptapotheke auch noch ein Pharmaziepraktikant zu mir in die Filiale kommen, weil wir hier das Rezepturlabor haben“, erklärt sie.
Als dann auch noch ihr Nachbar anrief und beklagte, dass sein Kind keinen Platz für ein Schülerpraktikum gefunden habe, wollte sie ihn nicht enttäuschen und sagte zu. So waren es an einem Tag insgesamt sechs wissbegierige Jugendliche, die Jned-Mahko betreute. „Das ist alles eine Frage der Organisation“, bekräftigt sie. „Ich habe eine Weile als Dozentin an der PTA-Schule in Duisburg gearbeitet, die Erfahrung kann ich gut nutzen.“
Mit viel Herzblut widme sie sich bereits seit vier Jahren der Nachwuchsbetreuung. „Wir haben uns an dem Tag alle in der Offizin versammelt und ich habe unterschiedliche Aufgaben verteilt, vom Übervorrat auffüllen bis hin zur Sortierung der Freiwahl und des Bereiches rund um den HV“, erklärt die Apothekerin. „Spannend war auch, dass jeder vom anderen etwas lernen konnte, in dem beispielsweise Begrifflichkeiten untereinander erklärt wurden.“
Auch in der Wissensvermittlung kann sie auf einige Erfahrung zugreifen. „Ich bin zusätzlich noch Apothekerin für Longevity und habe eine eigene Seite, auf der ich Wissen rund um ein längeres und gesünderes Leben vermittle.“
Es komme darauf an, den Nachwuchs vielfältig zu beschäftigen und an die Hand zu nehmen, sagt sie. „Ich möchte ihnen zeigen, dass Apotheke sehr viel mehr bietet als Medikamente verkaufen.“ Ganz bewusst lasse sie deswegen gerne Aufgaben aus allen Bereichen erledigen. „So wird die breite Vielfalt sichtbar. Schüler:innen können dann auch schon Verantwortung übernehmen und nicht nur am Schredder stehen und Kaffee kochen.“
Es sei nicht mit viel Aufwand verbunden, Praktikant:innen zu betreuen. „Jeder im Team nimmt sich mal eine halbe Stunde Zeit, so können die Kinder und Jugendlichen in die unterschiedlichsten Bereiche reinschnuppern und lernen dabei total viel“, betont Jned-Mahko. Das Feedback ihrer Schützlinge sei jedes Mal überwältigend. „Alle waren begeistert, es wurde sogar gesagt, dass man sich sehr gut vorstellen könne, in der Apotheke zu arbeiten.“
Das sei nicht nur für den Nachwuchs nachhaltig, sondern auch explizit für die Apotheke im kaufmännischen Sinne. „Das sind meist die Kinder unserer Kunden und wenn dann weitererzählt wird, wie toll es bei uns war, dann wird man weiterempfohlen“, weiß Jned-Mahko.
„Erst neulich kam eine Mutter, dessen Tochter bei uns zum Praktikum war und wollte ein Kundenkonto anlegen. Sowas freut mich sehr“, freut sich die Filialleiterin. „Ich nutze meine Verantwortung, die ich dem Nachwuchs gegenüber habe und möchte, dass die Zeit bei uns in guter Erinnerung bleibt. So ist es viel wahrscheinlicher, dass sich die jungen Menschen später für einen Apothekenberuf entscheiden.“
Auch Inhaber Kamran Moustafa setzte stark auf das Engagement im Nachwuchsbereich. Er betreibt drei Apotheken in Duisburg im Filialverbund. „Mein Chef hat eine Patenschaft bei der PTA-Schule in Duisburg übernommen“, berichtet Jned-Mahko. „Ihm es ebenso wichtig, dass die Heranwachsenden beim ersten Reinschnuppern in die Berufswelt gute Erfahrungen machen und man sich um sie kümmert.“ Die steigende Nachfrage nach Praktikumsplätzen in seinen Apotheken zeige, dass das der richtige Weg ist.
„Bei den Olivarum-Apotheken wissen wir, dass Praktikanten nicht nur die Zukunft der Branche repräsentieren, sondern auch die heutigen Innovationen vorantreiben“, betont Jned-Mahko. „Ihre frischen Ideen, ihre Leidenschaft und ihre ungebremste Neugier machen sie zu wertvollen Mitgliedern unseres Teams.“