PTA-Reform

ABDA: PTA braucht Apotheker-Aufsicht APOTHEKE ADHOC, 17.05.2019 08:31 Uhr

Berlin - Die ABDA lehnt den Vorschlag von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) ab, nach dem PTA künftig ohne Aufsicht eines Apothekers selbstständig arbeiten dürfen. Das geht aus der Stellungnahme zum Referentenentwurf des Bundesgesundheitsministeriums (BMG) zu einem PTA-Reformgesetz vor. Rezepte sollen weiterhin vorgezeigt werden – und der Versandhandel generell ausgenommen werden.

Die vorgesehene Änderung werde „äußert kritisch“ gesehen, schreibt die ABDA: Aus Gründen der Arzneimitteltherapiesicherheit und damit der Patientensicherheit lehne man es ab, dass der Apothekenleiter unter bestimmten Voraussetzungen auf die Beaufsichtigung der PTA bei der Abgabe von Arzneimitteln auf ärztliche Verschreibung verzichten könne.

Mit der Änderung der Apothekenbetriebsordnung (ApBetrO) im Jahr 2012 sei die Verantwortung des Apothekers in diversen Regelungsbereichen ausdrücklich hervorgehoben worden. Dies gelte insbesondere für die Abgabe von Arzneimitteln und damit verbunden die Information und Beratung. „Dem laufen Bestrebungen entgegen, PTA mehr Kompetenzen einzuräumen“, schreibt die ABDA in ihrer Stellungnahme.

„Weder der Abschluss der staatlichen Prüfung als PTA mit einer bestimmten Note noch zuzügliche Berufserfahrung in Verbindung mit dem Nachweis regelmäßiger Fortbildung führen zu einem fachlichen Kompetenzniveau, das eine kritische Überprüfung der Abgabe der Arzneimittel durch einen Apotheker mit fünfjähriger Ausbildung, davon vier Jahre naturwissenschaftlicher Ausbildung an der Universität, entbehrlich macht.“

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