Ausbildungsnovelle

PTA-Gespräche im BMG APOTHEKE ADHOC, 05.11.2018 14:40 Uhr

Berlin - Nicht nur über das Rx-Versandverbot wird in diesen Tagen im Bundesgesundheitsministerium (BMG) intensiv diskutiert. Letzte Woche trafen sich Vertreter der Apothekengewerkschaft Adexa, des Bundesverbandes PTA und der ABDA mit BMG-Vertretern. Es ging um die Reform der PTA-Ausbildung. Demnächst sollen die PTA-Schulleiter ins BMG kommen. Minister Jens Spahn (CDU) will auch bei der Reform der PTA-Ausbildung rasch vorankommen. Allerdings: Über die Übernahme des Schulgeldes wurde nicht gesprochen.

Dafür wurden bei dem mehrstündigen Gespräch die Standpunkte zur Neuordnung der PTA-Ausbildung ausgetauscht. Adexa-Vorstand Andreas May war mit dem Austausch zufrieden: „Das Treffen war sehr offen und konstruktiv. Es wurde deutlich, dass das Ministerium – nicht zuletzt aufgrund unseres beharrlichen Engagements – die PTA jetzt wirklich im Fokus hat und beim Novellierungsprozess auf den Startknopf gedrückt hat.“

Gesprochen wurde mit Abteilungsleiter Thomas Müller. Nach dem Eindruck von Teilnehmern sieht das BMG bei der seit Jahrzehnten unveränderten PTA-Ausbildung dringenden Handlungsbedarf. Nach dem Treffen sagte BVpta-Bundesvorsitzende Sabine Pfeiffer van Rijswijk: „Wir haben noch einmal erläutern können, warum BVpta und Adexa die Verlängerung der Ausbildung auf drei Jahre für geboten halten. Dabei wissen wir die Mehrheit der PTA und des Berufsnachwuchses hinter uns.“

Die ABDA lehnt eine Verlängerung auf drei Jahre ab. Bei den PTA-Schulen stößt der Vorschlag aus Skepsis, weil eine Verlängerung um sechs Monate nicht ins Schuljahr passe. Adexa und BVpta fordern neben einer inhaltlichen Neuausrichtung, die Fachschulausbildung von 24 auf 30 Monate zu verlängern. Ein längeres PTA-Praktikum wird aus verschiedenen Gründen für wenig zielführend gehalten. Dazu die Leiterin des Adexa-Referates Schulen & Unis, Michaela Freudenfeld: „Wir wissen, dass die Qualität der praktischen Ausbildung und die Möglichkeit, sich auf die abschließende Prüfung vorzubereiten, von Apotheke zu Apotheke sehr unterschiedlich sind. Bei einem einjährigen Praktikum wäre das Risiko noch höher, dass – statt einer guten und breitgefächerten Anleitung – die PTA-Praktikantinnen lediglich als billige Arbeitskraft eingesetzt werden.“

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