PTA-Schule: Bonus für die bessere Hälfte

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Berlin -

Die PTA-Ausbildung ist anspruchsvoll. Schüler lernen die Herstellung von Arzneimitteln, pharmazeutische Chemie und werden auf den Apothekenalltag vorbereitet. Doch nicht jeder Absolvent will nach dem Pflichtpraktikum in der Offizin anfangen. PTA mit Studienwunsch und guten Leistungen werden an den Bernd Blindow Schulen belohnt. Sie erhalten Credit Points – mit den Leistungspunkten kann die Hochschulzeit verkürzt werden.

Die PTA-Ausbildung erhält der Blindow-Gruppe zufolge hochschulrelevante Lehrinhalte. Deshalb wurde 2014 ein Untersuchungsprozess eingeleitet, um Credit Points zu erhalten. Die Leistungspunkte – auch European Credit Transfer System (ECTS) Punkte genannt – messen die zeitliche Gesamtbelastung des Studenten. Sie stellen keine Benotung dar. Ein Ziel der Bewertungsmethode ist, den Wechsel zwischen Hochschulen in Bezug auf die Anerkennung der bereits erbrachten Leistungen zu erleichtern.

Die Berufsfachausbildung in Deutschland sei im europäischen Vergleich sehr hochwertig, sagt Rüdiger Maxin, Schulleiter der Pharmazieschule Dr. Kurt Blindow in Bückeburg. „Wir sind auf einem hohen Niveau.“ Deshalb entstand die Idee, für die PTA-Ausbildung Credit Points zu vergeben und sich Lehrinhalte für ein späteres Studium anrechnen zu lassen. Der etwa anderthalb Jahre dauernde Zertifizierungsprozess habe „einiges an Arbeit gekostet, sich aber gelohnt“.

Die Ausbildung wurde von einer externen Agentur geprüft. Die Inhalte wurden evaluiert sowie Prüfungen und Standorte verglichen. Seit 2016 können sich PTA-Schüler der Blindow-Standorte Teile ihres Arbeitsaufwands als Leistungspunkte anrechnen lassen. Doch nur die Besten werden belohnt. „Die bessere Hälfte der Absolventen erhält die Credit Points“, so Maxin. Das seien Schüler mit einer Abschlussnote von etwa 2,4 oder besser. Für den Vergleich werden die Abschlussnoten der vergangenen Jahre herangezogen.

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