Versandapotheken

Eurapon: DocMorris-Reserve Patrick Hollstein, 18.10.2017 07:52 Uhr

Berlin - Gier oder Gelegenheit, Notlösung oder Notwendigkeit? Die Übernahme von Eurapon durch DocMorris stellt Beobachter vor Rätsel. Warum kommt die niederländische Versandapotheke nach Deutschland, während der Rest der Branche über eine Abwanderung in umgekehrte Richtung nachdenkt? Und warum bindet sich der Mutterkonzern Zur Rose ein drittes Vertriebszentrum ans Bein? Erklärungsversuche.

Auf den ersten Blick macht der Deal für Branchenkenner keinen Sinn. Von einer „hemdsärmeligen Akquisitionspolitik“ ist die Rede. Nicht einen Cent hätte er in Eurapon investiert, sagt der Vertreter einer führenden Versandapotheke: Denn nur durch eine aggressive Preispolitik sei es dem Konkurrenten aus Bremen gelungen, den Umsatz von 23 Millionen Euro im Jahr 2013 auf 52 Millionen Euro zu verdoppeln. „Das ist für mich kein Geschäftsmodell, das ein Millioneninvestment rechtfertigt.“

Doch bei Walter Oberhänsli, CEO von Zur Rose, kamen die Zahlen offenbar gut an. Er braucht eine Wachstumsstory, denn Shop-Apotheke droht DocMorris den Rang abzulaufen. Zwar freut sich Zur Rose in den ersten neun Monaten über einen Umsatzzuwachs von 16 Prozent im Deutschlandgeschäft; gleichzeitig explodierten aber die Marketingkosten um 50 Prozent. Echten Schub können auf absehbare Zeit nur Übernahmen bringen. Pünktlich zum Börsengang wurde daher der Kauf eines deutschen OTC-Versenders angekündigt, der rund 10 Prozent mehr Umsatz in die Kasse spülen sollte. Im August sollen die Verträge dann unterzeichnet worden sein.

Das 0,8-Fache des Umsatzes soll Zur Rose für den Einstieg bei Eurapon gezahlt haben – das entspricht ungefähr dem Faktor, mit dem auch die schweizerische Gruppe beim Börsengang bewertet wurde

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