DAV-WebApp: Modellprojekt in Berlin

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Berlin - Der Deutsche Apothekerverband (DAV) will sein eigenes E-Rezept-Projekt vorantreiben. Im November soll in Berlin ein Modellprojekt mit der hauseigenen WebApp-Lösung starten. Nach DAV-Angaben habe sich bundesweit schon mehr als 11.600 Apotheker für die Lösung des Apothekerverbands angemeldet.

„Die WebApp des DAV nimmt Form an“, verkündet der Verband stolz. Die eigene Lösung für den Transport des E-Rezepts soll im nächsten Schritt unter Realbedingungen erstmals getestet werden. DAV-Chef Fritz Becker kündigte die Testphase zur Funktionsweise ab November in Berlin an.

Nach der Evaluation der Testergebnisse soll die WebApp überarbeitet werden, „um Apotheken, Ärzten und Patienten eine funktionale und benutzerfreundliche Lösung zu bieten – sicher, kostenfrei und wettbewerbsneutral“, wirbt der DAV. Damit sollen die politischen Entscheidungsträger von der einheitlichen Lösung des DAV überzeugt werden. Die Standesvertretung hofft auf eine Art Exklusivrecht beim E-Rezept.

Denn die ABDA will sich nicht mit Apple und Google ins Bett legen: Die geplante E-Rezept-App soll nicht über den App Store oder den Google Play Store heruntergeladen werden können. Deshalb gibt es eine browserbasierte WebApp. Becker hatte das Projekt im Mai beim DAV-Wirtschaftsforum angekündigt. Im Rahmen der Expopharm rief er erneut dazu auf, das Vorhaben in der Apothekerschaft zu unterstützen. Die Apotheken könnten sich online für das Modell anmelden.

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