Das neue Selbstbewusstsein der Softwarehäuser

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Berlin - Früher ging das meist so: Die ABDA hat mit den Kostenträgern einen neuen Vertrag ausgehandelt, dann wurden die Softwarehäuser mehr oder weniger beauftragt, die Änderungen in die EDV zu übersetzen. Die Verhältnisse haben sich geändert. Die Softwarehäuser sind selbstbewusster geworden – und das ist gut für die Apotheker.

Die Umstellung auf Securpharm im Februar vergangenen Jahres wäre fast gescheitert, weil für die Einführung einer Bestandwarendifferenzierung eine technische Schnittstelle geschaffen werden musste. Dass der Start – einigermaßen – reibungslos verlief, verbucht der Bundesverband Deutscher Apothekensoftwarehäuser (ADAS) auch als eigenen Erfolg. Denn gemeinsam habe man Spielregeln definiert, damit alle Systeme gleich reagieren, erklärt der neue ADAS-Vorsitzende Gerhard Haas. „Wir haben den Beweis angetreten, dass es sinnhaftig ist, wenn man mit uns frühzeitig spricht.“

Und mit diesem „man“ ist eben nicht nur die Avoxa-Tochter NGDA gemeint, die apothekerseitig für den neuen Fälschungsschutz zuständig ist, sondern auch die Securpharm-Verantwortlichen selbst. So konnten die Anbieter bei der Entwicklung der Spezifikationen mitwirken. Dasselbe gilt etwa für die Umstellung auf die MSV3-Schnittstelle mit dem Großhandel oder die WWKS2-Schnittstelle bei den Kommissionierautomaten. Beim Medikationsplan hätten die EDV-Häuser dagegen die bei Einführung schon veraltete Zwischenlösung mit ausgedrucktem 2D-Code lieber übersprungen.

Das aktuelle Großprojekt ist natürlich die bevorstehende Einführung des E-Rezepts und der Telematikinfrastruktur (TI) in den Apotheken. Wie bei Securpharm liegt hier die große Herausforderung, dass die Systeme in allen Apotheken um eine zentrale Komponente erweitert werden – und das zeitgleich. Umso wichtiger ist eine gute Abstimmung im Vorfeld. Und so bei großen Themen suchen die Softwarehäuser den direkten Weg: Man stehe in direktem Kontakt zum Bundesgesundheitsministerium (BMG) und der Gematik, heißt es beim ADAS selbstbewusst. Die „Unterstützung der ABDA“ steht in der eigenen Aufgabenbeschreibung im Prozess erst dahinter.

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