Cannabis: Ärzte kennen sich zu wenig aus

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Berlin - Drei Viertel der Deutschen finden die Gesetzesänderung zu Medizinalhanf gut. Jeder Fünfte würde gerne medizinisches Cannabis verschrieben bekommen, bemängelt allerdings das unzureichende Wissen der Ärzte. Das sind die Ergebnisse einer im Auftrag von Spektrum Cannabis durchgeführten aktuellen Umfrage.

Spektrum Cannabis ist ein GMP-zertifizierter Importeur, Hersteller und Großhändler von medizinischen Cannabisprodukten. Gemeinsam mit dem Marktforschungsinstitut Innofact befragte das Unternehmen 1030 Personen zwischen 18 und 69 Jahren. Die Stichprobe war bevölkerungsrepräsentativ. Die Online-Erhebung fand im Dezember 2017 statt.

72 Prozent der Befragten gaben an, dass medizinisches Cannabis für Patienten leicht zugänglich sein sollte, bei denen eine Cannabistherapie sinnvoll ist. Weitere 73 Prozent halten das Phytotherapeutikum für eine gute Alternative zu chemischen Medikamenten. Zwei Drittel der Deutschen sind außerdem der Meinung, dass deutsche Patienten medizinisches Cannabis vermehrt zur Verfügung gestellt werden sollte – analog zu Kanada. Dort können laut dem Auftraggeber Cannabisblüten bereits seit 2001 verschrieben werden. Seitdem sei die Zahl der Cannabispatienten auf über 200.000 gewachsen. „Die Akzeptanz für diese Therapieform ist also hoch“, schreibt Spektrum Cannabis.

Weiterhin würden 61 Prozent der Studienteilnehmer sich mit Cannabis behandeln lassen, wenn der Arzt ein Rezept ausstellt. Jedoch seien die meisten Ärzte mit der seit März 2017 verordnungs- und erstattungsfähigen Behandlungsmöglichkeit noch nicht ausreichend vertraut. Der Informationsstand zum medizinischen Einsatz und therapeutischen Nutzen von Cannabis in Deutschland steckt im internationalen Vergleich noch in den Kinderschuhe

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