Cannabis im Apothekenalltag

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Berlin -

In Kürze übernehmen die Krankenkassen die Therapiekosten für Cannabis, wenn positive Wirkungen auf den Krankheitsverlauf zu erwarten sind. Dabei entscheidet der Arzt, wann die Therapie sinnvoll ist. Der Patient muss vorher einen Antrag bei der Krankenkasse stellen. So funktioniert das System im Apothekenalltag.

Wenn der Arzt sich für eine Behandlung mit Cannabis entschieden hat, erhält der Patient ein Betäubungsmittelrezept (BtM). Um zügig mit der Therapie beginnen zu können, muss er vor der erstmaligen Anwendung bei seiner Kasse einen Antrag für die Kostenübernahme stellen. Diese muss innerhalb von drei Wochen entscheiden; wenn der medizinische Dienst einbezogen wird, sind es fünf Wochen. Bei Palliativpatienten darf das Genehmigungsverfahren nicht länger als drei Tage dauern.

„Die Versorgung der Patienten wird über die Apotheke ablaufen und nicht über Dritte”, sagt Dr. Peter Cremer-Schaeffer, Leiter der Bundesopiumstelle am Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM). Denn Cannabis-Präparate sollen nur in Arzneimittelqualität abgegeben werden. Die Qualitätssicherung werde durch die Pharmazeuten gewährleistet.

„Für Cannabis werden keine neuen Regularien geschaffen”, so Cremer-Schaeffer. Die von anderen anderen Betäubungsmittel wie Morphin und Oxycodon bekannten Bestimmungen zu Dokumentation, Aufbewahrung und Vernichtung gelten daher auch für Cannabis. Verfallen Ausgangsstoffe für die Rezepturherstellung, muss deren Vernichtung protokolliert werden. Dies gab es in der Vergangenheit selten: Dronabinol und Extrakt werden faktisch vorkonfektioniert geliefert, dasselbe gilt für die Blüten.

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