Rezeptur-Tipp

Dronabinol-Tropfen: So wird hergestellt Cynthia Möthrath, 11.10.2017 12:13 Uhr

Berlin - Neben der Herstellung der Dronabinol-Kapseln ist auch die Herstellung der Tropfen in vielen Apotheken zum Alltag der PTA in der Rezeptur geworden. Natürlich muss auch hier in der Apotheke zunächst die Identität der Dronabinol-Substanz geprüft werden.

Seit Juli hat sich die Ausgangsstoffprüfung von Dronabinol etwas geändert. Im Substanzset ist nun kein Gefäß mit Solvent mehr enthalten, sondern ein leeres Gefäß, dass mit 100 µl Ethanol 96 Prozent gefüllt werden muss. Diese Menge entspricht in etwa 81 mg Ethanol und kann abgewogen oder mit einer Pasteurpipette abgemessen werden. Ist die Reaktionsflüssigkeit vorbereitet, wird wie bisher das in einer Glasspritze mitgelieferte Harz mit einem Fön erwärmt, bis es sich verflüssigt und etwas aus der Spritze herausquillt.

Jetzt wird mit der beigefügten Kanüle eine geringe Menge der Substanz entnommen und im Ethanol gelöst. Die Kanüle muss solange bewegt werden, bis keine Reste mehr an ihr vorhanden sind. Dann wird das Gefäß gut geschüttelt. Anschließend wird mit gereinigtem Wasser bis zur vorhandenen Markierung aufgefüllt und erneut für etwa 30 Sekunden geschüttelt. Es tritt eine Trübung der Lösung auf.

Nun wird der beiliegende Schnelltest aus der Versiegelung genommen und mit den Pfeilen nach unten für 10 bis 15 Sekunden in die Untersuchungslösung getaucht. Hierbei ist darauf zu achten, dass die Max-Markierung in keinem Fall überschritten wird. Der Test muss nun auf eine ebene Fläche gelegt werden. Nach etwa fünf Minuten kann das Ergebnis abgelesen werden.

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