Medizinalhanf

Cannabis aus dem Atombunker dpa, 03.11.2017 13:29 Uhr

Memmingen - Einst starteten auf dem Gelände die Kampfflugzeuge der Bundeswehr. Nachdem der letzte „Tornado“ aus Memmingerberg längst abgezogen ist, sollen dort nun Hanfpflanzen gedeihen. In einem Atomschutzbunker des ehemaligen Fliegerhorstes ein paar Kilometer von Memmingen entfernt wollen Wissenschaftler künftig an Cannabispflanzen forschen. Das Projekt wird von einem Unternehmer aus Schwaben und der Technischen Universität München vorangetrieben. Noch steht allerdings die Genehmigung des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) aus.

Sollte die Erlaubnis bis Ende des Jahres vorliegen, könne der Anbau der Cannabispflanzen im Frühjahr 2018 starten, sagt Professor Dr. Wolfgang Eisenreich von der Fakultät für Chemie der TU. „Wir stehen in den Startlöchern.“ Das Forschungsprojekt würde dann mindestens drei bis vier Jahre laufen.

Für die Erforschung sollen mehrere Doktorandenstellen geschaffen werden. Eisenreich möchte den Anbau und die Inhaltsstoffe von mindestens 80 verschiedenen Zuchtlinien untersuchen. „Es gibt relativ wenige wissenschaftliche Studien zu Cannabis“, erklärt er. Nach dem Anbau in dem Atombunker würden die Extrakte der Cannabispflanzen zum TU-Campus in Garching bei München zur Laboranalyse gebracht.

Die Allgäuer Gesellschaft Bunker Pflanzenextrakte will den früheren Atombunker für den Anbau nutzen, weil die Militäranlage alle Sicherheitsvoraussetzungen erfülle. Geschäftsführer Christoph Rossner setzt sich nach eigenen Angaben seit 17 Jahren für die Zulassung und Erforschung von Cannabis als Arznei ein. Er habe mehrere Geldgeber im Hintergrund, sagt der 47-Jährige. Namen nennt er allerdings nic

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