BfArM: Kein deutsches Cannabis vor 2019

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Berlin - Wenn in den kommenden Wochen Cannabis für medizinische Zwecke freigegeben wird, können Ärzte schwerkranken Patienten Extrakte oder Blüten verordnen. Medizinalhanf soll in Deutschland angebaut werden, doch das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) geht davon aus, dass vor 2019 keine Ware aus einheimischer Ernte zur Verfügung stehen wird.

Im Gesetz ist vorgesehen, dass beim BfArM eine Cannabisagentur eingerichtet wird. Diese soll den Anbau von Cannabis zu medizinischen Zwecken in Deutschland steuern und kontrollieren. Dazu soll ein EU-weites Ausschreibungsverfahren gestartet werden; Aufträge werden dann an geeignete Unternehmen vergeben. Ziel ist es laut BfArM, die Versorgung künftig mit in Deutschland angebautem Cannabis in pharmazeutischer Qualität sicherzustellen. Die Cannabisagentur wird zur Abteilung „Besondere Therapierichtungen“ gehören.

Das BfArM geht davon aus, dass erst 2019 Cannabis aus Deutschland zur Verfügung stehen wird: Da Cannabis zu medizinischen Zwecken als Arzneimittel einzustufen sei, müssten alle arznei- und betäubungsmittelrechtlichen Anforderungen erfüllt werden. Laut BfArM kann nur solches Cannabis verwendet werden, das entsprechend der Vorgaben der „Guten Praxis für die Sammlung und den Anbau von Arzneipflanzen“ (Good Agricultural and Collection Practice, GACP) angebaut wurde und die Vorgaben der relevanten Monografien und Leitlinien erfüllt.

Die Cannabisagentur wird die gesamte Ernte in Besitz nehmen und die Auslieferung an die Apotheken steuern. Weder mit dem Anbau noch mit der Lagerhaltung oder Logistik haben die Experten in Bonn aber direkt zu tun: Die Ernte wird nicht ins BfArM transportiert, nicht dort gelagert und auch nicht von dort aus weiterverteilt. Vielmehr sind die jeweiligen Anbaubetrieben beziehungsweise beauftragte Unternehmen verantwortlich.

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