Medizinalhanf

Phytohersteller sollen Cannabis anbauen Deniz Cicek-Görkem, 30.05.2017 14:05 Uhr

Berlin - Seit der Freigabe des Medizinalhanfs ist auch die Position der Cannabisagentur definiert. Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) schreibt zehn Lose für den Anbau von Cannabis aus. Unternehmen können sich für die Position als Lieferant bewerben. Der Lieferauftrag ist dabei an bestimmte Vorgaben gebunden.

Gekoppelt an die Freigabe der medizinischen Nutzung von Cannabis ist vorgesehen, dass beim BfArM eine Cannabisagentur eingerichtet wird. Diese soll den Anbau von Hanf zu medizinischen Zwecken in Deutschland steuern und kontrollieren. Dazu startete das BfArM ein EU-weites Ausschreibungsverfahren. Die Aufträge werden dann an geeignete Unternehmen vergeben. Ziel sei es, die Versorgung künftig mit in Deutschland angebautem Cannabis in pharmazeutischer Qualität sicherzustellen. Die Cannabisagentur gehört zur Abteilung „Besondere Therapierichtungen“.

Interessierte Hersteller können sich bis zum 6. Juni für Lose des BfArM bewerben. Dabei müssen Auftragnehmer bestimmte Kriterien erfüllen. Es ist auch möglich, dass sich Interessenten als Bietergemeinschaft beteiligen. Dazu sind allerdings weitere Erklärungen notwendig. Unter anderem sind für eine Zusage Referenzen über früher ausgeführte Aufträge zu Anbau, Verarbeitung und Lieferung von Cannabis für medizinische Zwecke mit einer Liefermenge von mindestens 50 kg je Referenz in den vergangenen drei Jahren erforderlich.

Aber nicht nur die Erfahrung in der Handhabung mit Cannabis wird als Referenz gesehen, sondern auch früher ausgeführte Aufträge zu Anbau, Verarbeitung und Lieferung von Arzneipflanzen. Demnach sind auch Phytohersteller angesprochen, sich zu bewerben.

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