AvP: Wettstein entmachtet – Bafin führt die Geschäfte | APOTHEKE ADHOC
„Die nächsten 24 Stunden sind entscheidend“

AvP: Wettstein entmachtet – Bafin führt die Geschäfte

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Berlin -

Seit Tagen warten die Apotheker auf ihr Geld von AvP und rätseln über die Hintergründe der Zahlungsprobleme. Firmenchef Matthias Wettstein gab technische Probleme bei der Serverumstellung als Grund an und versicherte, dass das Geld der Apotheker bei AvP sicher und die Zahlungen auf dem Weg seien. Wettstein feuerte seine Manager, seit Sonntag gibt es mit Markus Feck einen neuen Geschäftsführer. Er räumt Aufräumarbeiten bei der Bilanz ein. Die Bankenaufsicht Bafin habe bei AvP die Geschäfte übernommen und kontrolliere alle Zahlungsvorgänge.

„Die nächsten 24 Stunden sind entscheidend“, so Feck über die Lage von AvP. Der neue Geschäftsführer bestätigt, dass die Bafin-Mitarbeiter in der Zentrale das Sagen übernommen haben. Jede Auszahlung an Apotheken muss von der Bafin freigegeben werden und wird aus vorhandenen Guthaben bezahlt. Das erklärt den unregelmäßigen Auszahlungsrhythmus der letzten Tage. Die Konten der Zahlungseingänge von den Krankenkassen dürfen laut Feck nur noch für Auszahlungen an die Apotheken angetastet werden.

Zu Gerüchten, dass die Commerzbank AvP die Kreditlinie gestrichen hat, wollte sich Feck nicht konkret äußern – nur soviel: „Wir arbeiten nur mit vorhandenen Guthaben.“ Über wie viel flüssiges Geld AvP verfügt, ist unklar. Seit Tagen halten sich aber Gerüchte, dass die Commerzbank bei einer Prüfung der AvP-Konten auf Unregelmäßigkeiten gestoßen ist und einen Wirtschaftsprüfer eingeschaltet hat. Dieser soll dann die Bafin informiert haben. Laut Feck wird die Bafin solange die AvP-Geschäfte führen, bis die Probleme aufgeklärt und behoben sind.

 

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