AvP: Staatsanwalt hakt bei Bafin nach | APOTHEKE ADHOC
Probleme bei Rechenzentrum

AvP: Staatsanwalt hakt bei Bafin nach

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Berlin -

In den vergangenen Tagen war bei der Düsseldorfer Staatsanwaltschaft nichts zu den Problemen beim Rechenzentrum AvP bekannt. Doch jetzt wurde man offenbar doch noch auf den Fall aufmerksam.

Wie die Nachrichtenagentur dpa berichtet, hat die Düsseldorfer Staatsanwaltschaft inzwischen eine Anfrage zu AvP an die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin) gestellt. Nach derzeitigem Stand gebe es aber kein Ermittlungsverfahren, so eine Sprecherin.

Die Bafin prüft die Vorgänge offenbar bereits seit längerem. „Dieses Factoring-Institut unterliegt unserer Aufsicht“, so ein Sprecher am Dienstag in Bonn. Einzelheiten könne man aufgrund der Verschwiegenheitspflicht aber nicht nennen. Aus Finanzmarktkreisen heißt es, die Bafin habe sogar einen Sonderbeauftragten in das Unternehmen geschickt.

Der neue Geschäftsführer Markus Feck hatte am Nachmittag gegenüber APOTHEKE ADHOC Aufräumarbeiten bei der Bilanz eingeräumt. Die Bankenaufsicht Bafin habe bei AvP die Geschäfte übernommen und kontrolliere alle Zahlungsvorgänge: Jede Auszahlung an Apotheken muss nach seinen Angaben von der Bafin freigegeben werden und wird aus vorhandenen Guthaben bezahlt. Das erklärt den unregelmäßigen Auszahlungsrhythmus der letzten Tage. Die Konten der Zahlungseingänge von den Krankenkassen dürfen laut Feck nur noch für Auszahlungen an die Apotheken angetastet werden.

Zu Gerüchten, dass die Commerzbank AvP die Kreditlinie gestrichen hat, wollte sich Fleck nicht konkret äußern – nur soviel: „Wir arbeiten nur mit vorhandenen Guthaben.“ Über wie viel flüssiges Geld AvP verfügt, ist unklar. Seit Tagen halten sich aber Gerüchte, dass die Commerzbank bei einer Prüfung der AvP-Konten auf Unregelmäßigkeiten gestoßen ist und einen Wirtschaftsprüfer eingeschaltet hat. Dieser soll dann die Bafin informiert haben. Laut Feck wird die Bafin solange die AvP-Geschäfte führen, bis die Probleme aufgeklärt und behoben sind. „Die nächsten 24 Stunden sind entscheidend“, so Feck.

 

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