AvP: Insolvenzantrag gestellt!

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Berlin - Der Worst Case beim privaten Rechenzentrum AvP ist eingetreten: Der von der Bankenaufsicht (BaFin) eingesetzte Sonderbeauftragte hat Insolvenzantrag gestellt.

Die Mitteilung der Behörde ist knapp, aber unmissverständlich: „Die BaFin hat am 14. September 2020 Herrn Ralf R. Bauer als Sonderbeauftragten bei der AvP Deutschland GmbH eingesetzt. Sie hat ihm die alleinige Geschäftsführung übertragen. Der Sonderbeauftragte hat am 15. September 2020 einen Insolvenzantrag beim Insolvenzgericht Amtsgericht Düsseldorf für die AvP Deutschland GmbH gestellt.“

Ralf Bauer hatte die Geschäfte als Sonderbeauftragter der BaFin übernommen. Seit Sonntag hatte zunächst der ebenfalls kurzfristig bestellte Markus Feck die Geschäfte beim Rechenzentrum geleitet, nachdem AvP-Inhaber Mathias Wettstein den bisherigen Geschäftsführer Jochen Brocher entlassen hatte.

Feck hatte gestern Nachmittag gegenüber APOTHEKE ADHOC Aufräumarbeiten bei der Bilanz eingeräumt. Die Bankenaufsicht Bafin habe bei AvP die Geschäfte übernommen und kontrolliere alle Zahlungsvorgänge: Jede Auszahlung an Apotheken muss nach seinen Angaben von der Bafin freigegeben werden und wird aus vorhandenen Guthaben bezahlt. Das erklärt den unregelmäßigen Auszahlungsrhythmus der letzten Tage. Die Konten der Zahlungseingänge von den Krankenkassen dürfen laut Feck nur noch für Auszahlungen an die Apotheken angetastet werden.

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