MVDA emanzipiert sich von Phoenix

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Berlin - Beim Marketing Verein Deutscher Apotheker (MVDA) stehen die Zeichen auf Umbruch. Die exklusive Partnerschaft mit Phoenix ist Geschichte, ab Anfang 2020 können die Mitglieder das Kernsortiment auch bei AEP bestellen. Die Kooperation will sich aus der Abhängigkeit von ihres langjährigen Logistikpartners befreien. Drohgebärde oder Beginn eines Rosenkriegs?

MVDA und Phoenix sind seit der Gründung eng miteinander verbandelt, doch in den vergangenen Jahren haben sich die Interessen zunehmend in unterschiedliche Richtungen entwickelt. Während man in Mannheim an einem europaweiten Kooperationsnetzwerk (Phoenix Pharmacy Partnership) arbeitet, fühlt man sich in Köln dem Leitspruch „Von Apothekern für Apotheker“ verpflichtet. Um den Konflikt aufzulösen, wurden zahlreiche Ideen entwickelt: Von grünen und blauen Linda-Apotheken war die Rede, zuletzt soll über eine 10-prozentige Beteiligung von Phoenix an Linda verhandelt worden sein.

Doch statt aufeinander zu bewegte man sich immer weiter voneinander weg. Um „Deine Apotheke“ zu etablieren, öffnete Phoenix die Partnerschaft mit Payback für alle Kunden. Parallel wurde mit Livplus Ansätze für ein neues eigenes Kooperationskonzept entwickelt. Zuletzt hatte es im Frühjahr gekracht, weil der Großhändler seine Konditionen im Zusammenhang mit „Leistung für Leistung“ (LfL) vor dem Hintergrund schlechter Umsetzungsquoten kürzte.

Der MVDA sucht nun den Befreiungsschlag. Man habe sich entschieden, die „Kontrolle über den pharmazeutischen Anspruch“ zurückzugewinnen, heißt es offiziell. „Change“ nennt sich das Programm, das Antworten auf aktuelle Herausforderungen liefern soll. „Wir wollen möglichst vielen Kollegen den Zugang zu unseren Angeboten verschaffen, damit wir den Markt für die Zukunft selbst gestalten können“, sagt MVDA-Präsidentin Gabriela Hame-Fischer.

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