Industrie unzufrieden: MVDA-Konditionen gekürzt

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Berlin - Der MVDA ist in erster Linie eine Einkaufsgemeinschaft. Zwar setzt sich die Kooperation auch für die politischen Belange der Apotheker ein, die Mitglieder profitieren aber vor allem von den ausgehandelten Konditionen beim Großhandel und der Industrie. Aber umsonst gibt es nichts auf der Welt: Weil die Industriepartner mit der Umsetzung der Aktionen nicht zufrieden waren, bekommen die Apotheker jetzt die Rabatte gekürzt.

„Leistung für Leistung“ heißt das Programm, bei dem die Apotheker beim MVDA-Partner Phoenix zusätzliche Rabatte generieren können. Zur Gegenleistung zählen die Datenweitergabe – selbstverständlich ohne Personenbezug – sowie die Abnahme bestimmter Warenpakete – Leistung für Leistung eben. Als zusätzliche Konditionen erhalten MVDA-Apotheker 1,15 Prozent.

Doch damit soll ab März Schluss sein. In einem Schreiben an die Apotheken weist Phoenix* darauf hin, dass die Kooperationspartner im Rahmen von „Leistung für Leistung“ (LfL) regelmäßig den Erfolg der Umsetzung entsprechender Aktionen überprüfen. „Umso wichtiger ist es daher, die Performance von LfL aktiv zu erhöhen. Nur so sind die Partner bereit, dies auch zukünftig wirtschaftlich besonders zu honorieren“, heißt es in dem Scheiben.

Und auf der anderen Seite macht sich Unzufriedenheit breit, wie Phoenix mitteilt: „Mit einigen Partnern konnte die angestrebte Umsetzung nicht erreicht und die damit verbundenen Top-Konditionen nicht mehr gewährt werden.“ Entsprechende Anpassungen seien unumgänglich. „Wir werden daher eine Modifizierung der P/S-Vergütungen zum März 2019 vornehmen.“

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