Machtkampf beim Versandkonzern

Wie Oesterle sich bei DocMorris verzockte

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Zürich -

Wie knackt man DocMorris? Wem, wenn nicht Dr. Fritz Oesterle, hätte man zugetraut, darauf eine Antwort zu finden. Doch zur Generalversammlung in Zürich kam er nicht nur ohne Strategie, sondern auch ohne ein Verständnis für die Eigenarten des Unternehmens. So brach der Angriff in sich zusammen, bevor er überhaupt begonnen hatte. Oesterle kam, sah – und ging am Ende unverrichteter Dinge wieder. Der groß angekündigte Showdown wurde zum Lehrstück, wie man ein wichtiges Manöver allein durch Selbstüberschätzung an die Wand fahren kann. Es könnte sein letzter großer Auftritt im Apothekenmarkt gewesen sein.

Als Oesterle den Konferenzbereich des Marriott-Hotels betritt, sind es nur noch wenige Minuten bis zum Beginn der Generalversammlung. Keine Frage: Er hat sich seinen Auftritt bis zum Schluss aufgehoben. Schlips, Weste, Maßanzug und Designertasche: Kein anderer Teilnehmer ist derart aus dem Ei gepellt wie er. Vor allem aber trägt er dasselbe überbordende Selbstbewusstsein zur Schau, mit dem er schon als Celesio-CEO stets Eindruck schinden wollte. Man könnte meinen, er sei längst Chef von DocMorris – und nicht Walter Oberhänsli, der aller Anspannung zum Trotz bereits eine Stunde lang mit den Aktionärinnen und Aktionäre geplaudert hat.

Treffen der Kontrahenten

Schnurstracks steuert Oesterle noch im Foyer auf Oberhänsli zu, ein paar aufgesetzte Scherze mit dem Mann, den er jetzt aus dem Amt jagen und mit seinen 74 Jahren selbst ablösen will. Die beiden Manager verbindet eine lange Geschichte – allen voran die Tatsache, das Oberhänsli DocMorris 2012, ein Jahr nach Oesterles Ausscheiden bei Celesio, zum Schnäppchenpreis von 25 Millionen Euro gekauft hat. Es ist ein Bruchteil des Betrags, den der CEO in seiner am Ende für Celesio ruinösen Wette auf eine Liberalisierung des Apothekenmarktes fünf Jahre zuvor hingeblättert hat.

Nach diesem kurzen Stelldichein marschiert Oesterle weiter in den Saal, auf der Suche nach seiner fünfköpfigen Entourage, die schon vorher eingetroffen ist. Dass auch er angespannt ist, merkt man nicht nur an seinem geräuschvollen Auftritt: Am Wortmeldetisch lässt er aus Versehen erst einmal seine Stimmkarten liegen.

DocMorris-Aktie im Sinkflug

Oesterle tritt im Namen des Großaktionärs CEPD/Pelion an, der bei der Kapitalerhöhung vor einem Jahr zunächst 10 Prozent der DocMorris-Aktien zum Spottpreis eingesammelt und sein Paket mittlerweile auf 15 Prozent aufgestockt hat. Der strategische Investor hat zum Angriff geblasen: Wegen grober Managementfehler soll die Generalversammlung einen neuen Verwaltungsrat wählen und insbesondere Oberhänsli nach 33 Jahren an der Spitze des Unternehmens endlich vom Hof jagen. Wichtigstes Argument des Investors ist der massive Verfall des Aktienkurses in den vergangenen Monaten und Jahren.

Walter Oberhänsli auf der DocMorris-Generalversammlung
Walter Oberhänsli schwört die Aktionäre ein.Foto: APOTHEKE ADHOC

Bei DocMorris weiß man, dass man die Attacke überaus ernst nehmen muss. Im Vorfeld der Generalversammlung hat das Management nicht nur selbst eine ausführliche Stellungnahme abgegeben und vor einer „kalten Übernahme durch die Hintertür“ gewarnt, sondern sich auch noch Rückendeckung von zwei Aktionärsvertretern geholt. Parallel hat die Schweizer Großbank UBS ihr Paket noch einmal auf 14 Prozent ausgebaut. Und als Sahnehäubchen hat das Management besser Zahlen vorgelegt als erwartet, was wiederum zu einem Umkehrschwung beim Aktienkurs geführt hat.

Poker bei DocMorris

Damit ist aber alles andere als ausgeschlossen, dass Oesterle nicht doch ein Coup gelingen wird. Immerhin 70 Prozent der Aktien von DocMorris sind in Streubesitz, es besteht also die Chance, bei institutionellen Investoren oder unzufriedenen Kleinanlegern eine Mehrheit für die eigenen Kandidaten zu gewinnen. Bis jetzt ist also völlig unklar, was auf diesem entscheidenden Aktionärstreffen passieren wird.

Dass Oesterle mit allen Wassern gewaschen ist, hat er in der Vergangenheit zur Genüge unter Beweis gestellt. Als vor knapp 20 Jahren der Machtkampf um den Großhändler Anzag (heute: Alliance Healthcare Deutschland) auf seinem Höhepunkt war, nutzte Celesio alle erdenklichen Mittel, bis hin zur Klage. Bei der Hauptversammlung der Anzag im Februar 2008 tauchten plötzlich Anwälte auf, die zwar weder Celesio noch Phoenix zugeordnet werden konnten, die aber mit äußerst detaillierten Nachfragen und tückischen Anträgen den Ablauf massiv torpedierten. Zehn Stunden lang dauerte die Tagung damals – auch wenn Oesterle die Übernahme des Wettbewerbers nicht verhindern konnte. Im Gegenteil: Der Niedergang von Celesio, der mit der Übernahme von DocMorris begonnen hatte, führte dazu, dass der Konzern erst verkauft und dann zerschlagen wurde – ausgerechnet Phoenix und Alliance standen am Ende als Gewinner da.

Aktionäre und ihre Stimmrechte

Oesterle gilt als unberechenbar. Auch bei DocMorris hat man sich daher jetzt auf alle Eventualitäten vorbereitet und den Saal gleich bis in die Nacht hinein gebucht. Außerdem hat man die Aktionärinnen und Aktionäre dringend aufgefordert, zur Hauptversammlung zu kommen und ihre Stimmrechte zu nutzen: „Wehren Sie sich!“

Dass tatsächlich knapp 300 Anteilseigner dem Ruf nach Zürich gefolgt sind und die Teilnahmequote mit 60 Prozent der Stimmen fast doppelt so hoch ist wie im Vorjahr, ist für das Management ein erstes gutes Zeichen. Die letzten Minuten vor Beginn der Veranstaltung verbringt CEO Walter Hess damit, die Namensschilder auf dem Podium noch einmal nachzufalten. Das sieht eher nach der typischen schweizerischen Gelassenheit als nach Anspannung aus.

Walter Oberhänsli auf der DocMorris-Generalversammlung
Oberhänsli führt unaufgeregt durch die Versammlung.Foto: APOTHEKE ADHOC

Pünktlich um 17 Uhr beginnt die Generalversammlung. Oberhänsli bemüht sich, erst gar keine unkontrollierbaren Wogen aufkommen zu lassen. Gleich zu Beginn seiner Eingangsrede räumt er ein, dass die Entwicklung des Aktienkurses unbefriedigend sei. Dass man das Vertrauen der Aktionärinnen und Aktionäre strapaziert habe. Dass man nicht nur unter externen Entwicklungen wie den Verzögerungen beim E-Rezept gelitten, sondern auch eigene Fehler gemacht und etwa eine aus heutiger Sicht deutlich zu aggressive Akquisitionsstrategie verfolgt habe. „Ich verstehe Ihre Enttäuschung und auch Ihren Ärger.“

Oberhänsli und viele Versprechen

Aber man habe auch tiefgreifende Konsequenzen gezogen, indem man die Kosten gesenkt und den Umbau hin zu einer Plattform vorangetrieben habe. Ja, auch sein Ausscheiden aus dem Verwaltungsrat sei irgendwann in Sicht; es sei ihm aber ein „wirklich großes Anliegen“, seinen Sitz „zu geeigneter Zeit in verantwortungsvolle Hände“ zu legen. Sein Versprechen: „Nach langer Durststrecke werden wir Ihnen in den kommenden Jahren noch viel Freude bereiten. Dafür stehen wir ein.“

Hess schlägt in seinem Lagebericht in dieselbe Kerbe: Man habe lernen müssen, dass das Rx-Geschäft zwar stetig wachse, aber mit langsamerer Geschwindigkeit als erhofft. Daher habe man die Marketingausgaben drastisch zurückgefahren, während man in die digitalen Bereiche weiter investiert habe. Hier habe sich die Übernahme von Teleclinic als Glücksfall erwiesen. „Um diesen Weg fortzusetzen und auf die Erfolgsstraße zu kommen, benötigen wir Kontinuität und Vertrauen.“

Daniel Wüest und Walter Hess auf der DocMorris-Generalversammlung
Das Management um CFO Daniel Wüest und CEO Walter Hess hat zuletzt gute Zahlen vorgelegt (von links).Foto: APOTHEKE ADHOC

Es wird noch ein kurzer Imagefilm abgespielt, der die Erfolge von DocMorris veranschaulichen soll. Aber auch das ist kein Vergleich zu den mitunter theatralischen Einspielungen, wie man sie von anderen Hauptversammlungen in Krisenzeiten kennt. Niemand lässt sich die Anspannung anmerken, alles läuft unaufgeregt wie immer.

In der sich nun anschließenden Generaldebatte sprechen sich zwei Aktionärsvertreter klar für das Management aus; selbst ein kritischer Kleinanleger, der Oberhänsli noch im vergangenen Jahr aufgefordert hat, seinen Hut zu nehmen, gibt sich versöhnlich. Finanzvorstand Daniel Wüest gibt das Versprechen ab, in den kommenden zwei Jahren endlich profitabel zu werden und jedenfalls ohne Kapitalerhöhung auszukommen, die zu einer weiteren Verwässerung führen könnte.

Und Oesterle? Keine Wortmeldung, keine Nachfragen, keine kritische Auseinandersetzung mit den Zahlen oder den Darstellungen des Managements. Auch keine Erläuterungen der eigenen Vorhaben und Ziele. Überhaupt kein Störfeuer. Er bleibt auf seinem Platz in der zweiten Reihe sitzen und lässt die gut inszenierte Runde der Geschlossenheit über sich ergehen.

So ist man plötzlich schon beim entscheidenden Tagesordnungspunkt angekommen, ohne dass der vermeintlich angriffslustige Großaktionär auch nur einmal das Wort ergriffen oder Position gezeigt hätte.

Kulturen prallen aufeinander

Überraschend müssen sich die von CEPD/Pelion für den Verwaltungsrat vorgeschlagenen Kandidaten jetzt zuerst vorstellen, also noch vor denen des Verwaltungsrats. Das scheint sie zu überraschen, vielleicht sogar zu verunsichern. Jetzt nehmen die Dinge ihren Lauf.

Keine Frage: Der Großaktionär hat neben Oesterle mit Mariola Belina-Prażmowska von Pelion und Jacek Poświata von Bain zwei weitere außerordentlich erfahrene Manager ins Rennen geschickt. Doch beide müssen sich – trotz einiger einstudierter deutscher Sätze („Ich glaube an DocMorris“) – in englischer Sprache vorstellen. Und bei einer Aktionärsversammlung, auf der immer wieder nachgefragt wird, ob man nicht auch Schwiizerdütsch sprechen darf, ist das kein guter Ausgangspunkt.

Schlimmer aber: Beiden Kandidaten bleiben unpersönlich und auf Distanz. In ihrem Versuch, die eigene Expertise herauszustellen, machten sie im Grunde nur Werbung für das Großhandels- und Kettenunternehmen, das sie entsandt hat. Keinem von beiden gelingt es, den Funken auf DocMorris überspringen zu lassen. So kommt es, dass Belina-Prażmowska ohne jeglichen Anstandsapplaus und in eisiger Stille von der Bühne gehen muss. Man kann den sprichwörtlichen Stift fallen hören.

Oesterle bleibt zunächst ungerührt.

Oesterle wiederum kommt, wie schon fast nicht anders zu erwarten, viel zu sehr von oben herab: Er wisse, was nötig sei, ist um DocMorris zukunftsfest zu machen. Im Gegenzug zu allen amtierenden Verwaltungsräten sei er der einzige, der jahrzehntelang und umfassend mit dem deutschen Gesundheitsmarkt zu tun gehabt habe. Fast zwölf Jahre lang habe er Europas führenden Pharmahandelskonzern geleitet. Dank seiner Erfahrung könnten umgehend die wichtigen Dinge angegangen werden, um DocMorris wieder auf die Erfolgsspur zu bringen. Welche das sind, verrät auch er nicht.

Stattdessen lobt er auch noch den Konkurrenten Redcare: Seit Olaf Heinrich zum Wettbewerber gewechselt sei, sei es im Grunde bei DocMorris bergab gegangen. Trotz „guter Zahlen, aber in Anführungszeichen“ sei der Abstand zuletzt sogar wieder größer geworden. Aber darauf sei das Management wohl bewusst nicht weiter eingangen. Was die bisherige und künftige Entwicklung von DocMorris angehe, könne er ein abendfüllendes Streitgespräch führen. „Aber das will ich ihnen ersparen.“

Eigenlob von Oesterle

„Ich bin sicher, dass ich mit meiner Erfahrung, die unmittelbar mit dem Unternehmen zusammenhängt, sehr kurzfristig helfen kann, DocMorris zur Profitabilität zu führen“, sagt Oesterle. „Und die, die mich kennen, wissen: Ich bin kein Freund von leeren Versprechungen.“ Immerhin ein bisschen Applaus gibt es diesmal.

Ganz anders der Auftritt der drei Kandidaten, die der Verwaltungsrat vorgeschlagen hat – eine KI-Expertin mit früherem Beratungsmandat beim Bundesgesundheitsministerium (BMG), ein Finanzexperte mit Erfahrung in der Unternehmenssanierung und ein Rechtsanwalt mit Fokus auf Kapitalmarkt und Governance. Sie verstehen es nicht nur, mit wenigen Sätzen glaubhaft zu machen, was sie in der aktuellen Phase zur Weiterentwicklung von DocMorris beizusteuern haben. Sie können auch einen Wohnsitz in der Schweiz nachweisen, ein Studium in St. Gallen oder Erfahrungen bei renommierten Schweizer Unternehmen. Das – und nicht zuletzt ihre persönlichen Aussagen zum Familienstatus („Ich bin verheiratet – noch, muss ich sagen.“) – ist das, was die Aktionärinnen und Aktionäre hören wollen.

Schweizer Stolz und Zusammenhalt

Und genau das ist es, was Oesterle in seiner Selbstüberschätzung komplett übersehen hat. DocMorris ist ein Unternehmen, das sein Geschäft zwar in Deutschland macht, seine Wurzeln aber in der Schweiz hat: Unter den im Aktienbuch eingetragenen Kleinanlegern sind viele ehemalige selbstdispensierende Ärztinnen und Ärzte, die seit Anfang der 1990er-Jahre bei Zur Rose beteiligt waren und allen Widrigkeiten zum Trotz den Strategiewechsel vom ertragreichen Praxisgroßhandel hin zum verlustreichen Versandhändler mitgemacht haben.

Viele Aktionäre sind dem Aufruf gefolgt, sich gegen den Angriff zur Wehr zu setzen.Foto: APOTHEKE ADHOC

Und auch wenn diese mittlerweile längst im Rentenalter angekommene Gruppe – genauso wie jene Anleger, die in der Euphorie der Pandemiezeit eingestiegen waren – die Gelegenheit zum Verkauf bei 500 Euro verpasst hat: Die Butter vom Brot nehmen lässt man sich in der Schweiz schon grundsätzlich nicht. Und dabei zuzusehen, wie ein Eidgenosse vom Hof des von ihm aufgebauten Unternehmens gejagt wird, kommt auch nicht in Frage.

Kein Verständnis für DocMorris

Oesterle hat es nicht nur versäumt, die richtigen Kandidatinnen oder Kandidaten zu präsentieren, oder im Vorfeld der Versammlung eine Mehrheit zu besorgen. Offensichtlich hat er sich nicht einmal ansatzweise mit den kulturellen Eigenheiten auseinandergesetzt. DocMorris mag sich als paneuropäische Plattform geben, ist aber eben, allen internationalen Allüren und Verflechtungen zum Trotz, nach wie vor ein Schweizer Unternehmen. Auch andere institutionelle Investoren wie das saudische Königshaus haben sich hier schon die Zähne ausgebissen.

Einen letzten Anlauf gibt es noch. Ein weiterer Vertreter von CEPD/Pelion, der sich ebenfalls erst einmal für seine fehlenden Deutschkenntnisse entschuldigen muss, versucht es noch einmal mit Überzeugungsarbeit: Die Kandidaten brächten jahrzehntelange Erfahrung mit und würden sich mit voller Kraft und Ausdauer dafür einsetzen, endlich den Wert von DocMorris freizulegen. Und dann noch ein letzter Appell in deutscher Sprache: „Hier und jetzt liegt der Aktienkurs in ihren, in unseren Händen.“

Doch es hilft nichts. Auch wenn es noch zwei Wortmeldungen gibt, ist die Entscheidung längst gefallen, die Abstimmung nur noch Formsache. Oberhänsli erhält aus dem Stand knapp 70 Prozent der Stimmen, mit derselben Quote wird er im Anschluss auch als Präsident bestätigt. Auch die anderen fünf Kandidaten werden mit Zweidrittel- bis Dreiviertelmehrheit gewählt oder wiedergewählt.

Oesterle dagegen kann nur 28,5 Prozent der Stimmen holen – und damit gerade einmal doppelt so viel, wie er selbst an Stimmrechten auf die Waage bringt. Jetzt ist klar: Er hatte kein einziges Ass im Ärmel. Auch die beiden anderen Kandidaten von CEPD/Pelion können keine Mehrheit gewinnen und werden damit nicht in den Verwaltungsrat gewählt. Nicht einmal ein zweiter Wahlgang ist nötig.

Als die Tagesordnung wenig später zu Ende gebracht ist, gratuliert Oesterle seinem Kontrahenten noch kurz und verlässt dann den Saal. Alleine und ohne seine Begleiter.

Dr. Fritz Oesterle auf der DocMorris-Generalversammlung
Oesterle muss sich in der ersten Runde geschlagen geben.Foto: APOTHEKE ADHOC

Das letzte Wort im Machtkampf dürfte nach dieser ersten Runde noch nicht gesprochen sein. Denn so oder so wird CEPD/Pelion seine Ansprüche auf Mitbestimmung geltend machen. Erst einmal wird sich der polnische Pharmahändler den kulturellen Gegebenheiten bei DocMorris anpassen müssen. Ob das mit Oesterle gelingt, darf bezweifelt werden. Möglicherweise war es sein letztes großer Auftritt im Apothekenmarkt.

Einer der Aktionäre hat die Situation kurz vor der Abstimmung in einem flammenden Plädoyer auf den Punkt gebracht: Ja, der Großaktionär habe Anspruch auf einen Sitz im Verwaltungsrat. Aber das sei an Bedingungen wie Respekt und Transparenz geknüpft. Wegen seines „maßlosen regelwidrigen Vorgehens“ laute die Antwort drei Mal Nein – diesmal jedenfalls. „Ich hoffe, dass man den Entscheid versteht und den Weg in ein konstruktives Miteinander sucht.“ Dann könne die Debatte auch noch einmal geführt werden. „Aber nicht heute.“

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