MVDA und Phoenix raufen sich zusammen

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Berlin - Der Marketing Verein Deutscher Apotheker (MVDA) hat sich nach dem Schlagabtausch mit Phoenix auf einen Kompromiss verständigt. Die Zusammenarbeit wird fortgesetzt; Phoenix darf sogar weiterhin mit der Industrie über die Konditionen für das P/S-Sortiment verhandeln. Der MVDA nimmt dagegen die leistungsorientierte Bonifizierung in die eigene Hand – und gewinnt mit AEP als zweitem Lieferanten zumindest Zeit.

Kern der Vereinbarung sei die Konzentration beider Partner auf ihre jeweiligen Kernkompetenzen, heißt es offiziell zur Einigung. Nach „intensiven Verhandlungen“ habe man sich darauf verständigt, dass die Konditionen für das über Phoenix angebotene P/S-Sortiment weiterhin in Mannheim verhandelt werden. Für den Konzern geht es darum, sein Einkaufsvolumen gegenüber der Industrie zu bündeln.

Allerdings schüttet der MVDA die leistungsorientierten Boni künftig selbst an seine Mitglieder aus – hier hatte es im Frühjahr Unstimmigkeiten gegeben, die schließlich fast zum Bruch geführt hätten. Das Programm „LfL – Leistung für Leistung“ von Phoenix wird abgelöst durch „LEBO – Leistungsbonifizierung“ des MVDA. Vorgesehen sind verschiedene Bausteine, deren Auswahl und Umsetzung jede Apotheke selbst beeinflussen kann. Grundlage bilden einerseits Beratungskriterien, andererseits der konkrete Produktbezug.

„Wir haben nach vielen intensiven Gesprächen einen Weg gefunden, unsere langjährige Partnerschaft gemeinschaftlich fortzuführen. Wir achten einerseits unsere gemeinsamen Wurzeln und setzen trotzdem die nötigen Veränderungen für die strategische Neuausrichtung des MVDA um“, betont MVDA-Präsidentin Gabriela Hame-Fischer.

„Unser Ansinnen ist seit jeher, der wichtigste Großhandels- und Technologiepartner des MVDA zu sein. Ich bin zufrieden, dass wir ein kooperatives Ergebnis erzielen konnten, um ab dem kommenden Jahr unter den bisherigen Vorzeichen weiterhin verlässlich und erfolgreich zusammen zu arbeiten“, so Phoenix-Deutschlandchef Marcus Freitag.

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