Phoenix/Linda: Allianz gegen Alliance

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Berlin - Nach der Fusion von Gehe und Alliance Healthcare (AHD) ist Phoenix nicht mehr die unangefochtene Nummer 1 im Großhandel – eine komplett neue Situation nach fast 30 Jahren. In Mannheim hat man daher die zuletzt gebeutelte Beziehung zu MVDA/Linda neu aufleben lassen. Auf die ersten vorsichtigen Annäherungsversuche folgt nun die klare Botschaft: Ab 2021 rückt man so eng zusammen wie nie zuvor.

Noch treten Gehe und AHD getrennt am Markt auf, doch in absehbarer Zeit könnte Phoenix einen Konkurrenten auf Augenhöhe haben. Für Alleingänge und Experimente ist es also nicht die richtige Zeit, zumal die Megafusion auch die Chance bietet, mit Verweis auf die globalen Kettenaktivitäten der Mutterkonzerne neue Kunden zu gewinnen.

Auf der anderen Seite hat man auch beim MVDA seit dem Clash mit Phoenix Federn lassen müssen. Von ehemals 3000 Mitgliedern sind dem Vernehmen nach noch rund 1700 übrig, ruhende Mitgliedschaften eingeschlossen.

Und so haben die beiden langjährigen Partner wieder zusammengefunden, wie es im Beziehungsleben gemeinhin heißt. Die bewährte Partnerschaft werde ab 2021 unter neuen Vorzeichen fortgesetzt, so die offizielle Erklärung: „Vor dem Hintergrund der Marktdynamik und insbesondere des Digitalisierungsdrucks haben sich alle Parteien auf eine zukunftsweisende, enge Form der Zusammenarbeit geeinigt. Ziel ist, die angeschlossenen vor Ort Apotheken maximal zu stärken.“

Konkret sieht die Partnerschaft so aus: Phoenix setzt voll auf Linda und verzichtet – auch vor dem Hintergrund der erfolglosen Versuche der Vergangenheit – auf den Aufbau einer eigenen Dachmarke. Zwar gibt es noch einen kleinen Einkaufsvorteil für Mitglieder von „Deine Apotheke“. Der Vertrieb wird aber aktiv Mitglieder für Linda werben und entsprechenden Konditionen belohnen. Dabei pocht der Konzern nicht einmal mehr darauf, Erstlieferant zu sein.

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