Apothekenkooperation

Ex-Phoenix-CEO wird Linda-Aufsichtsrat

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Berlin -

Die Apothekenkooperation Linda holt sich Verstärkung: Reimund Pohl, früherer CEO des Großhändlers Phoenix, wurde als neues Mitglied in der Kontrollgremium der MVDA-Tochter gewählt. Vorsitzender bleibt Rainer Kassubek.

Im Rahmen der jährlichen Hauptversammlung wurde der Aufsichtsrat turnusgemäß neu gewählt. Pohl, von 2005 bis 2014 Konzernchef des Logistikpartners Phoenix, wurde dabei neu in das Gremium gewählt. Der Betriebswirt hatte 1981 beim Pharmagroßhändler Hageda in Köln angefangen, wo der Grundstein für den MVDA gelegt wurde. Seit der Gründung von Phoenix gehörte Pohl zum Top-Management. 1997 wurde er in den Vorstand berufen, wo er zunächst für die Logistik verantwortlich war.

„Mit Reimund Pohl haben wir einen versierten Kenner des deutschen Apothekenmarktes und eng mit der Marke Linda verbundenen Top-Manager in unseren Reihen. Seine über 20-jährige Erfahrung und Tätigkeit an der Spitze Europas führendem Pharmagroßhandel, Phoenix, wird uns bereichern“, so Kassubek.

Als Vertreter des MVDA bleiben Gabriela Hame-Fischer und Dr. Holger Wicht im Linda-Aufsichtsrat. Der Verein ist Hauptaktionär mit 91,3 Prozent der Anteile in Form von stimmberechtigten Stammaktien. Ebenfalls im Amt bestätigt wurde Fachanwalt Professor Dr. Jan Roth. Kassubek wurde in der direkt anschließenden konstituierenden Aufsichtsratssitzung in seiner Funktion als Vorsitzender bestätigt, mit Pohl als Vize.

Ausgeschieden sind nach zwölf beziehungsweise sechs Jahren Apotheker Carsten Stubbe und Klaus Körber, ehemals Mitglied in der Geschäftsführung der Treuhand Hannover. „Ich danke meinem Kollegen Carsten Stubbe und Herrn Klaus Körber für ihr Engagement und die gute Zusammenarbeit der letzten Jahre. Gemeinsam haben wir viele richtungsweisende Entscheidungen getroffen“, so Kassubek.

Im Rahmen der Hauptversammlung wurde beschlossen, den Apothekern als Vorzugsaktionären eine Dividende von vier Euro je Aktie auszuschütten. Der MVDA verzichtet, wie bereits in den beiden vorherigen Jahren, auf eine Gewinnbeteiligung und beließ den verbleibenden Bilanzüberschuss in der Gesellschaft.

Der im März veröffentlichte Geschäftsbericht weist einen Jahresüberschuss von 200.000 Euro und ein Eigenkapital von 8,1 Millionen Euro aus. Die Eigenkapitalquote liegt bei 65,1 Prozent.

Für das laufende Geschäftsjahr liegt der Fokus auf der Stärkung der Präsenz der Marke Linda in ganz Deutschland sowie der Bündelung der digitalen Kräfte des geschlossenen strategischen Partnernetzwerks mit Phoenix, Noventi und dem Wort & Bild Verlag zur „Abwehr der Bedrohungen, die von den bekannten ausländischen großen Versandhändlern ausgehen“.

Vorstandssprecher Volker Karg sagte, er sei überzeugt, gemeinsam die Herausforderungen der Zukunft zu bestehen: „Eine starke, emotionale und 17 Jahre im Markt befindliche Endkundenmarke ist für die Lenkung des Endkunden und des E-Rezeptes bedeutend für den Erfolg von zukünftigen Plattformen und digitalen Leistungsangeboten. Umso mehr erfreut es mich und meinen Vorstandskollegen Dr. Christian Beyer, dass unsere strategischen Partner dies erkannt und in die Neuaufstellung des Partnernetzwerks haben einfließen lassen.“

 

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