AEP gibt MVDA-Apotheken nicht auf

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Berlin - Erst gestern gab der MVDA seinem zweiten Großhandelspartner AEP den Laufpass. Phoenix soll ab 2021 wieder der alleinige Lieferant für die Apotheken werden. Jetzt hat AEP auf die Ankündigung reagiert und sieht sich keineswegs vor dem Aus: Mit einem Newsletter an alle MVDA-Apotheken zur aktuellen Lage wolle man für Klarheit sorgen, schreibt AEP. Das sogenannte „Normalgeschäft“ können man getrost auch 2021 und darüber hinaus mit AEP abwickeln.

Gestern hatte die Apotheken ein Rundbrief des MVDA-Präsidiums erreicht, „welcher in einigen Formulierungen sicherlich nicht vollständig klar ist“, schreibt AEP. Deswegen wolle man „hier für die nötige Klarheit zu sorgen“. Bei AEP habe man während der letzten Monate den Eindruck gewonnen, dass die allermeisten MVDA-Apotheken mit der Zusammenarbeit sehr zufrieden seien, „die Transparenz und Fairness der Zusammenarbeit würdigen, und nicht zuletzt auch von unserer attraktiven Preisgestaltung und Lieferfähigkeit überzeugt sind“.

Aufgrund der gestrigen Meldung seien aus AEP-Sicht ein paar „Feststellungen“ nötig: Der „Neustart“ der Zusammenarbeit mit Phoenix sei, wie in dem Brief ausgedrückt werde, ein Ziel, welches zum 1. Januar 2021 angestrebt werde. Mindestens bis dahin laufe auf jeden Fall der Vertrag zwischen dem MVDA und der AEP weiter – „und Sie können auch das P/S Sortiment weiter über uns beziehen“, Umfang und Preisgestaltung blieben wie gewohnt. Bis zum Jahresende seien zudem die Eigenmarken nach wie vor exklusiv und nur über AEP zu beziehen.

Den überwiegenden Anteil des AEP-Umsatzes der MVDA-Apotheken beruhe ohnehin nicht auf dem P/S-Sortiment, sondern auf dem „Normalgeschäft“, so AEP. P/S steht für Premium-System-Sortiment, das sind ausgewählte Rx-und OTC-Arzneimittel zu besonders günstigen Preisen. Das macht laut Branchenkennern den deutlich kleineren Anteil der MVDA-Bestellungen bei AEP aus. Im „Normalgeschäft“ biete AEP nicht nur sehr attraktive Konditionen, sondern es sei gar nicht Teil der Vereinbarung zwischen dem MVDA und Phoenix: „Dieser Teil des Umsatzes ist übrigens völlig unabhängig von der Vereinbarung mit dem MVDA oder der Phoenix. Und daher auch in der Zukunft von eventuellen Entwicklungen unabhängig.“ Man freue sich daher, den MVDA-Apotheken auch in Zukunft als „fairer Partner“ zur Verfügung zu stehen, so AEP.

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