Phoenix/MVDA: Alle zum Hammelsprung!

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Berlin - Im Konflikt mit dem MVDA lässt Phoenix es auf Eskalation ankommen: Der Branchenprimus will die Zusammenarbeit ohne Exklusivität nicht fortführen, auch auf die Gefahr hin, massiv Kunden und Umsätze zu verlieren. Mittlerweile glauben nur noch wenige Beobachter, dass die beiden langjährigen Partner doch noch zueinander finden – schon bald werden sich die Apotheker entscheiden müssen. Mit dem Konflikt steigen die Aussichten, dass im kommenden Jahr die Karten im gesamten Großhandels- und Apothekenmarkt neu gemischt werden.

Jahrzehnte lang stand fest: Wer beim MVDA ist, kauft sein Kernsortiment bei Phoenix. Doch damit könnte bald Schluss sein. Die Kooperation will wieder selbst mit der Industrie verhandeln und diese Konditionen zur Grundlage der Zusammenarbeit mit Logistikpartnern machen, über die sie selbst entscheidet. Phoenix wiederum verspricht den Apothekern ein „vergleichbar attraktives Angebot analog zum heutigen P/S-Sortiment“.

Mit AEP hat der MVDA bereits einen neuen Lieferanten gefunden. Für zehn Millionen Euro wurden in Alzenau gerade die Kapazitäten verdoppelt, die bestehende Lagerhalle wurde kurzerhand um ein Obergeschoss erweitert. Dass die Investoren bereit waren, doch noch einmal frisches Kapital nachzuschießen, zeigt, wie groß die Erwartungen an den Deal mit dem neuen Partner sind.

Doch auch die übrigen Mitbewerber sind nach der offenen Absage aus Mannheim regelrecht elektrisiert. Da wäre die expansionsfreudige Noweda, die sich in den vergangenen Jahren zur Nummer 2 hochgearbeitet hat und aus dem Anspruch auf die Marktführerschaft kein Geheimnis macht. Dazu kommt: Die Genossenschaft ist der einzige Großhändler, der keine eigene Kooperation betreibt und daher keinen unmittelbaren Interessenkonflikt zu befürchten hat.

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