Gehaltsverhandlungen für Angestellte beginnen

Mehr Geld für Filialleiter? APOTHEKE ADHOC, 10.07.2018 09:29 Uhr

Berlin - Apothekeninhaber sollen sich auf höhere Gehälter für Angestellte einstellen. Davon geht die Apothekengewerkschaft Adexa vor dem Beginn der Tarifverhandlungen am Mittwoch aus. Die Arbeitgeber äußerten sich bisher nicht zu den Forderungen der Angestelltenvertreter.

Der Ton vor den anstehenden Tarifverhandlungen wird schärfer: Die Adexa fordert höhere Gehälter für alle Apothekenangestellten. Zudem verlangen die Angestelltenvertreter Zuschläge für besonders qualifizierte Mitarbeiter. Dabei gehe es etwa um separate Vergütungen für Filialleiter und für weiterbildungsaktive Angestellte.

Die Tarifverhandlungen zwischen Adexa und dem Arbeitgeberverband Deutscher Apotheken (ADA) beginnen am Mittwoch um 11 Uhr. Die Apothekengewerkschaft zeigt sich zuversichtlich: Mit einem Ergebnis sei aber nicht vor 15 Uhr zu rechnen, heißt es aus Hamburg. „Attraktive Gehälter für Apothekenangestellte sind der beste Weg, um die Abwanderung in andere Branchen zu vermeiden und Berufsnachwuchs zu fördern“, sagt Verhandlungsleiterin und zweite Vorsitzende, Tanja Kratt.

Ende Mai lief die Vereinbarung mit den Arbeitgebern fristgerecht aus. Der aktuelle Gehaltstarifvertrag war seit Juni 2017 gültig und galt bundesweit mit Ausnahme von Nordrhein und Sachsen. Die Parteien hatten sich auf 2,5 Prozent mehr Gehalt geeinigt. Die Lohnerhöhung war damals mit Rücksicht auf die Inhaber nicht sofort kommuniziert worden.

Bereits im Vorfeld der Verhandlungen wurde klar, dass die Angestellten in dieser Runde nicht kampflos beigeben wollen. „Wir haben uns 2017 wegen der Forderung nach einem Rx-Versandverbot lange zurückgehalten“, sagte Adexa-Vorsitzender Andreas May Ende Mai. Die Arbeitgeber hätten damals mit diesen Unsicherheiten gespielt. Doch die Angestellten dürften unter der Debatte um ein Rx-Versandverbot nicht leiden.

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