Nebenjobs

Morgens PTA-Schule, abends Spielothek Marion Schneider, 12.06.2018 12:55 Uhr

Berlin - Für Melanie Höllmann ist jede Woche eine 7-Tage-Woche. Neben der Ausbildung an der PTA-Schule in München hat die 23-Jährige auch noch einen Nebenjob – um ihre Ausbildung zu finanzieren. Von ihrer Situation berichtete sie im LABOR, der Apotheken-Crowd von APOTHEKE ADHOC.

„Ich wusste von Anfang an, was die Ausbildung kostet und habe mich darum direkt über Schüler-BAföG informiert“, erzählt Höllmann. Etwa 330 Euro erhält sie dadurch monatlich, plus Kindergeld. Demgegenüber stehen Kosten von 200 Euro für Miete und je 185 Euro für Fahrtkosten und Schulgebühren. Am Anfang der Ausbildung fielen zusätzlich noch 450 Euro für Merkstofftexte an. Ohne Nebenjob käme Höllmann nicht über die Runden, darum arbeitet sie samstags und sonntags jeweils acht Stunden als Servicekraft in einer Spielothek.

„Der Job ist super“, freut sich Höllmann. „Es ist ruhig und ich kann nebenbei noch etwas für die Schule machen.“ Unter der Woche fällt neben Unterricht und Pendelei noch mindestens eine Stunde Lernen täglich an, bei einer Schulaufgabe auch schon mal vier bis fünf Stunden. Die Arbeit sei ein guter Ausgleich zum Lernen. Wenn Höllmann demnächst ihr Apothekenpraktikum beginnt, möchte sie versuchen, nebenbei weiter zu jobben.

Für Höllmann ist die Doppelbelastung sehr anstrengend, Freizeit hat sie nur wenig. „Wenn ich am Freitag und Samstag die Nachtschicht arbeite, habe ich wenigstens den Sonntag frei“ sagt sie. Urlaub ist derzeit auch nur bei den Eltern drin. Trotzdem will sie nicht aufgeben: „Ich will die Ausbildung unbedingt machen.“

  • 1
  • 2

APOTHEKE ADHOC Debatte