Tarifverhandlungen

Mehr Geld für Angestellte: Zweiter Anlauf Carolin Bauer, 20.07.2018 12:32 Uhr

Berlin - Apothekenangestellte sollen mehr Geld bekommen. Über die Höhe sind sich Angestellten- und Arbeitgebervertreter jedoch nicht einig. Die erste Runde der aktuellen Tarifverhandlungen sind gescheitert. Am 22. August treffen sich beide Parteien erneut.

Vergangenen Mittwoch trafen sich Adexa und der Arbeitgeberverband Deutscher Apotheker (ADA) erstmals während der aktuellen Verhandlungen in Hamburg. Die Apothekengewerkschaft forderte unter anderem 5,6 Prozent mehr Gehalt. Die Tarifgehälter für alle Berufsgruppen sollen erhöht werden. Zudem legte die Adexa ein Konzept vor, wonach Filialleiter beziehungsweise Angestellte, die sich regelmäßig fortbilden, bessergestellt werden sollen.

Doch die Inhaber waren nicht überzeugt. Sie lehnten den Vorschlag ab. Ihrerseits schlugen sie den Nordrhein-Tarif vor, der für bis Ende 2019 verhandelt worden war. Der Tarifvertrag mit der TGL Nordrhein gilt seit Jahresanfang. Angestellte in dem Kammerbezirk erhalten durchschnittlich 3 Prozent mehr Gehalt. Zudem wurde für alle Berufsgruppen eine neue Berufsjahresgruppe ab dem 10. Berufsjahr eingeführt. ADA-Chef Theo Hasse wollte auf dieses Paket noch „etwas obendrauf“ legen.

Eine Einigung wurde nicht erzielt. Die Stimmung war nach der Verhandlung etwas getrübt: Die Adexa-Vertreter seien enttäuscht von der „fehlenden Bereitschaft der Arbeitgeber, Apothekenberufe attraktiver zu gestalten“, sagte Tanja Kratt, zweite Adexa-Vorsitzende. Die Verhandlungen wurden vertagt. Der ADA hielt dagegen, er müsste auch an seine Klientel denken. Man verstehe nicht, warum der Nordrhein-Vertrag nicht angenommen werde.

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