Tarifverhandlungen

+5,6 Prozent: Angestellte blitzen bei Inhabern ab Carolin Bauer, 11.07.2018 16:51 Uhr aktualisiert am 11.07.2018 17:36 Uhr

Berlin - Die erste Runde der Tarifverhandlungen zwischen Adexa und den Arbeitgebern ist gescheitert. Die Angestellten pokerten zu hoch. Die Apothekengewerkschaft habe etwa 5,6 Prozent mehr Gehalt gefordert, sagt Theo Hasse, Vorsitzender des Arbeitgeberverbands Deutscher Apotheker (ADA). „Dieser Zahl werden wir mit Sicherheit nicht nachkommen können.“ Die Adexa-Vertreter sind laut eigenen Angaben enttäuscht.

Angestellten- und Arbeitgebervertreter trafen sich heute ab 11 Uhr in Hamburg. Auch der ADA machte den Angestellten ein Angebot: „Wir haben den Nordrhein-Tarif vorgeschlagen, der für bis Ende 2019 verhandelt worden war“, so Hasse. Der Tarifvertrag mit dem TGL Nordrhein gilt seit Jahresanfang. Apothekenmitarbeiter in dem Kammerbezirk erhalten durchschnittlich 3 Prozent mehr Gehalt. Zudem wurde für alle Berufsgruppen eine neue Berufsjahresgruppe ab dem 10. Berufsjahr eingeführt.

„Wir können nicht nachvollziehen, dass die Adexa mit dem vor sieben Monaten geschlossenen Vertrag nicht zufrieden ist“, so Hasse. Die Forderung der Apothekengewerkschaft sei zu hoch gewesen. „Die Apothekeninhaber hatten 2017 lediglich einen Zuwachs von 3 Prozent und gleichzeitig sind 2 Prozent vom Rohgewinn weggebrochen.“ Würde der Adexa-Forderung nachgegeben, bleibe für die Inhaber nichts mehr übrig.

Hasse zufolge wollte der ADA auf den Ende 2017 ausgehandelten Nordrhein-Tarif noch „etwas obendrauf“ legen. Die Adexa habe abgelehnt. „Wir müssen auch an unsere Klientel denken, die unter 2,5 Millionen Euro Umsatz erwirtschaften. Das sind mehr als 60 Prozent der Inhaber.“ Die Einnahmen beliefen sich bei vielen auf rund 60.000 Euro. „Wenn wir so hohe Aufschläge vereinbaren, geht das für viele ans Eingemachte.“

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