Rückrufwelle

Das Ende von Valsartan? Patrick Hollstein, 11.07.2018 08:00 Uhr

Berlin - Der chinesische Lohnhersteller Zhejiang Huahai Pharmaceutical hat Entwarnung gegeben, dass auch in andere Produkten potenziell krebserregende Nitrosamine enthalten sein könnte. In einem Schreiben an die Kunden heißt es, dass aufgrund unterschiedlicher Synthesewege ähnliche Verunreinigungen ausgeschlossen werden könnten. Je nachdem, wann bei Valsartan wieder grünes Licht gegeben wird, könnte der Wirkstoff ersetzt werden.

Zhejiang Huahai Pharmaceutical produziert nicht nur Valsartan, sondern auch andere Wirkstoffe aus der Gruppe der Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten. Zahlreiche Generikahersteller trieb die Sorge um, dass auch diese Substanzen mit N-Nitrosodimethylamin (NDMA) verunreinigt sein könnten – und dass Ärzten bei der Therapie von Herzpatienten die Alternativen ausgehen könnten.

Doch am Dienstag kam Entwarnung. Das chinesische Unternehmen teilte mit, dass es die unterschiedlichen Synthesewege genau analysiert habe und dass aufgrund der unterschiedlichen Prozesse eine Verunreinigung mit NDMA bei den anderen Sartanen ausgeschlossen werden könne.

Weitere Rückrufe sind damit wohl nicht zu befürchten. Und auch Versorgungsengpässe lassen sich offenbar vermeiden. Denn es gibt genügend Alternativen aus der Wirkstoffgruppe mit vergleichbarer Wirkung und Bioverfügbarkeit, auf die ausgewichen werden kann. Laut Arzneimittelverordnungsreport entfallen auf Valsartan etwa 717 Millionen Tagestherapiedosen (DDD), nur Candesartan wird mit etwa einer Milliarde DDD häufiger verordnet. Losartan landet mit etwa 138 Millionen auf Platz 3 vor Telmisartan und Irbesartan. Olmesartan und Eprosartan sind aufgrund der Festbeträge zu vernachlässigen. Bei der Kombination mit HCT – insgesamt ebenfalls knapp 700 Millionen DDD – zeichnet sich ein ähnliches Bild.

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