Rückrufwelle

Sartane: Dosierung richtig umrechnen APOTHEKE ADHOC, 13.07.2018 12:38 Uhr

Berlin - Nach der Rückrufwelle bei Valsartan stellen bereits die ersten Ärzte ihre Patienten auf einen anderen Blutdrucksenker um. Zur Hilfestellung hat die Arzneimittelkommission der Deutschen Apotheker (AMK) eine Tabelle mit den Äquivalenzdosen der Sartane veröffentlicht.

Sartane wirken als Antagonisten spezifisch am Angiotensin-1-Rezeptor (AT1), in Deutschland sind acht verschiedene Vertreter auf dem Markt: Das erste Sartan war 1995 Losartan, danach folgten Valsartan, Eprosartan, Irbesartan, Candesartan, Telmisartan und Olmesartan. Zuletzt wurde 2012 Azilsartan in Deutschland eingeführt. Hinsichtlich der Pharmakodynamik unterscheiden sich die Substanzen nur geringfügig, alle Wirkstoffe haben eine hohe Affinität zum AT1- und eine niedrige zum AT2-Rezeptor. Auch die Wirkdauer wird in den empfohlenen Dosierungsangaben mit 24 Stunden angegeben.

Bereits 2003 untersuchten Forscher vom Universitätsklinikum in Lübeck die verschiedenen Wirkstoffe hinsichtlich ihrer Vergleichbarkeit. Sie werteten verschiedene Vergleichsstudien aus, bei denen Hypertoniker bis zur stabilen Blutdrucksenkung – in der Regel acht Wochen – mit einem Sartan behandelt worden waren. Auch wenn die Ergebnisse älter sind, haben sie noch heute Gültigkeit, jedenfalls bezieht sich die AMK auf die damals festgestellten Äquivalenzdosen – das ist jene Dosis, bei der eine mittlere Senkung des diastolischen Blutdrucks von 8–16 mmHg im Sitzen bei Patienten mit Hypertonie-Stadium I bis II erreicht wird:

  • Valsartan: 160 mg
  • Candesartancilexetil: 16 mg
  • Eprosartan: 800 mg (nur in der Dosisstärke 600mg im Handel)
  • Irbesartan: 150 mg
  • Losartan: 100 mg
  • Olmesartanmedoxomil: 20 mg
  • Telmisartan: 80 mg

Bei Azilsartan gibt es laut AMK noch keine Vergleichsstudien. Eine Vergleichstabelle aus dem Jahr 2016 ist online auch von der Spitalpharmazie des Universitätsspitals Basel erhältlich.

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