Olmesartan: Comeback als Generikum

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Berlin - Seit knapp zwei Jahren ist Olmesartan faktisch vom Markt verschwunden. Denn der Festbetrag hat den AT1-Antagonisten für Kassenpatienten unerschwinglich gemacht. Ende Februar lief das Patent ab – nun könnte der Blutdrucksenker als Generikum eine Renaissance erleben.

Bislang war Olmesartan als Mono- oder Kombipräparat mit Hydrochlotothiazid (HCT) nur als Olmetec (Daiichi Sankyo) und Votum (Berlin Chemie) im Handel. Die Hersteller hatten jedoch den Preis in den vergangenen Jahren nicht auf Festbetragsniveau gesenkt. Selbst die Reimporteure sahen sich außer Stande, auf die Absenkung zu reagieren. Patienten mussten die sogenannten Mehrkosten aus eigener Tasche zahlen oder auf andere Wirkstoffe umgestellt werden.

Ende Februar lief das Patent aus, zahlreiche Generikahersteller haben Olmesartan in ihr Portfolio aufgenommen. Aktuell müssen Patienten für das Altoriginal Olmetec zu 20 mg und 98 Tabletten eine Aufzahlung von etwa 64 Euro leisten. Wer auf ein Generikum umgestellt wird, kann sogar ohne Eigenanteil auskommen. Bei anderen Neueinführungen fallen derzeit etwa zwei Euro Mehrkosten an.

Für die Kombination Olmesartan/HCT fallen etwa bei Votum Plus 20/12,5 mg zusätzlich zur Rezeptgebühr 63 Euro an. Die Generika liegen auch hier mit bis zu etwa zwei Euro über dem Festbetragsniveau. Allerdings dürfte es bei nächster Gelegenheit eine Anpassung geben: Generikahersteller führen zu einem höheren Preis ein, denn die Absenkung kann auf den Herstellerrabatt angerechnet werden.

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