Aufzahlung für Rabattarzneimittel?

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Berlin -

Die Einführung der neuen Festbeträge zum 1. Juli könnte in den Apotheken zu erheblichen Problemen führen. Weil nicht alle Hersteller ihre Preise auf das von den Kassen geforderte Niveau absenken, drohen den Patienten deutliche Aufzahlungen. Das Problem: Auch Rabattarzneimittel sind betroffen.

Beispiel Eprosartan: Der GKV-Spitzenverband hat den Festbetrag auf 30,33 Euro gesenkt. Das Original, Teveten von Abbott, kostet derzeit 96,76 Euro. Auch die Generika – CT/Ratiopharm und Aristo – liegen mit 71,13 Euro beziehungsweise 68,84 Euro deutlich über der neuen Erstattungsgrenze.

Die beiden Teva-Töchter werden einem Sprecher zufolge ihre Preise auf Festbetrag absenken. Aristo will sich wegen laufender Gespräche noch nicht äußern; dem Vernehmen nach zieht das Berliner Unternehmen allenfalls in begrenztem Umfang mit. Das Problem: Aristo ist exklusiver Rabattpartner bei mehreren Kassen, unter anderem bei der AOK.

Bei der AOK Baden-Württemberg gibt man Entwarnung: „Rabattierte Arzneimittel führen nie zu Festbetragsmehrkosten. Überschreitet der Apothekenverkaufspreis bei vertraglich rabattierten Arzneimitteln den Festbetrag, so muss diese Überschreitung durch den Vertragsrabatt abgelöst werden“, so ein Sprecher. Die gesetzliche Regelung diesbezüglich sei eindeutig.

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