Medizinalhanf

Dermapharm will Cannabis vertreiben dpa/APOTHEKE ADHOC, 05.03.2019 09:03 Uhr

Berlin - Dermapharm steigt ins Geschäft mit Medizinalhanf ein. Der Münchner Hersteller hat sich an einem Cannabisproduzenten für pharmazeutische Anwendungsbereiche beteiligt. Damit scheint das Thema in der Pharmabranche endgültig salonfähig zu werden.

Dazu hat Dermapharm einen Vertrag zur Beteiligung an verschiedenen Gesellschaften unter dem Namen Fyta mit Sitz im niederländischen Waalwijk und den deutschen Ablegern mit Sitz in Monheim abgeschlossen, die einer Gruppe von privaten Investoren gehören. Mit der Vertragsunterzeichnung erlangt Dermapharm 20 Prozent der Anteile an dem auf die Herstellung von medizinischem Cannabis für pharmazeutische Anwendungsbereiche spezialisierten Verbund. Über den Kaufpreis wurde zwischen den Vertragsparteien Stillschweigen vereinbart.

Die für die medizinische Cannabisproduktion notwendige Genehmigung wurde bereits am 25. Februar von der niederländischen Aufsichtsbehörde (CIBG) erteilt. Die Genehmigung umfasst die Produktion von etwa 12 Tonnen medizinischem Cannabis pro Jahr und ist erweiterbar. Aktuell verfügt Fyta über eine eigene moderne Indoor-Produktionsanlage in Waalwijk, in der bis zu 25 Tonnen medizinisches Cannabis pro Jahr produziert werden können. Die Transaktion umfasst darüber hinaus die Abtretung von 49,9 Prozent der Anteile an der 100-prozentigen Axicorp-Tochter Remedix mit Sitz in Friedrichsdorf an eine weitere Beteiligungsgesellschaft der Fyta-Investoren mit Sitz in Monheim.

Als Reimporteur im Bereich Pharma ist Remedix auf EU-Betäubungsmittel spezialisiert und verfügt über die Erlaubnis der Bundesopiumstelle. Remedix wird zukünftig als gemeinsame Plattform zwischen der Dermapharm und den Fyta-Unternehmen den Import nach Deutschland und die Vermarktung der medizinischen Cannabisprodukte übernehmen. Karin Samusch, Mitglied des Vorstands der Dermapharm, kommentiert: „Wir beschäftigen uns bereits seit vielen Jahren intensiv mit Naturprodukten. Nach unserer Einschätzung wird der Markt für medizinisches Cannabis weiter an Bedeutung gewinnen. Daher ist die Beteiligung an Fyta der logische Schritt, um uns den Marktzugang zu sichern. Wir werden zukünftig das von Fyta hergestellte medizinische Cannabis vertreiben und wollen langfristig unser Produktportfolio in diesem Bereich ausbauen. Daher stellt die Beteiligung eine passende Ergänzung im neuen Therapiegebiet Schmerzbehandlung dar.“

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