Dermapharm kauft frühere Meda-Tochter

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Berlin - Von Artischocke bis Rosmarin – Dermapharm hat den spanischen Phyto-Zulieferer Euromed übernommen. Der Generikahersteller aus Grünwald bei München baut damit nicht nur das eigene Sortiment aus, sondern will auch leichter im spanischen Markt Fuß fassen.

Euromed wurde 1971 von Madaus (heute Meda) gegründet und stellt standardisierte Kräuterextrakte mit natürlichen Wirkstoffen für die pharmazeutische und kosmetische Industrie her. Die Firma verfügt über zwei Produktionsanlagen in Barcelona und der Provinz Murcia. Jährlich werden dort rund 5000 Tonnen Biomasse gewonnen.

2016 wurde Euromed von dem US-Investor The Riverside Company übernommen. 2019 wird ein Umsatz von rund 70 Millionen Euro erwartet. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) soll bei rund 20 Millionen Euro liegen.

Mit der Übernahme erweitere Dermapharm die eigene Wertschöpfungskette und verstärke die Kompetenzen im Wachstumsmarkt für pflanzliche Arzneimittel. Die Euromed-Produkte sollen weiterhin international vertrieben werden. Perspektivisch werde das Sortiment bei der Herstellung eigener und neuer Produkte der Tochterfirmen Hübner, Melasan und Bio-Diät-Berlin genutzt.

Die Firma verfügt zusätzlich Extrakten auch über eigene Marke wie Abalife, Mediteanox und Pomanox. Euromed wird die erste spanische Gesellschaft von Dermapharm. Der Kaufvertrag wurde heute geschlossen. Die Übernahme steht noch unter dem Zustimmungsvorbehalt der Kartellbehörden. Der Abschluss wird Anfang 2019 erwartet. Der Kaufpreis wurde nicht genannt.

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