Betäubungsmittel

Meda: Breakyl geht AV APOTHEKE ADHOC, 29.07.2019 14:44 Uhr

Berlin - Meda gibt bekannt, dass sein Arzneimittel Breakyl (Fentanyl) in den nächsten Monaten in Deutschland vom Markt genommen wird. Grund für die Außervertriebnahme sei eine zu geringe Nachfrage.

Das Indikationsspektrum werde von anderen Fentanyl-Darreichungsformen unterschiedlicher Pharmaunternehmen abgedeckt, heißt es vom Hersteller. Die Zulassung von Breakyl, die Meda am 28. Februar 2011 erteilt wurde, bleibt jedoch weiter bestehen. In anderen europäischen Ländern wie Belgien, Frankreich, Tschechien und der Slowakei ist das Arzneimittel weiterhin auf dem Markt verfügbar. Breakyl war hierzulande in den Stärken 200, 400, 600, 800 und 1200 Mikrogramm mit jeweils vier oder 28 Beuteln auf dem Markt. Außerdem gab es eine Starterpackung mit je vier Beuteln jeder Stärke.

Bei der Darreichungsform als Buccalfilm handelt es sich um ein lösliches, rechteckiges, flaches und flexibles Filmplättchen mit einer rosafarbenen und einer weißen Seite, das die Abgabe von Fentanyl direkt in die Blutbahn ermöglicht. Der Wirkstoff befindet sich in der rosafarbenen Schicht, die weiße Deckschicht minimiert die Fentanylmenge, die in den Speichel abgegeben wird, um ein Verschlucken des Wirkstoffes zu vermeiden. Jeder Buccalfilm ist einzeln in einem kindergesicherten Beutel verpackt.

Breakyl ist angezeigt für die Behandlung von Durchbruchschmerzen bei erwachsenen Krebspatienten, die bereits eine Opioid-Basistherapie erhalten. Dazu werden diejenigen gezählt, die mindestens 60 mg orales Morphin täglich, mindestens 25 Mikrogramm transdermales Fentanyl pro Stunde, mindestens 30 mg Oxycodon täglich, mindestens 8 mg orales Hydromorphon täglich oder eine analgetisch gleichwertige Dosis eines anderen Opioids über eine Woche oder länger erhalten. Die Anfangsdosis beträgt in der Regel 200 Mikrogramm. Nach Bedarf kann sie erhöht werden. Sobald die individuell wirksame Dosis ermittelt worden ist, sollte die Anwendung von Breakyl auf vier oder weniger Durchbruchschmerzattacken pro Tag beschränkt werden. Zwischen den Anwendungen ist ein Abstand von mindestens vier Stunden einzuhalten. Breakyl sollte pro Attacke nur einmal angewendet werden.

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