Generalversammlung

Noweda: Flirt mit DAV, Attacken auf Umschau Alexander Müller, 23.11.2019 21:42 Uhr

Essen - Noweda-Chef Dr. Michael Kuck hat die Mitglieder der Genossenschaft bei der Generalversammlung in Essen erneut auf den Zukunftspakt eingeschworen. In einer kämpferischen Rede rief er die Apotheker nicht nur zur aktiven Teilnahme beim Pakt auf, er teilte teilweise auch heftig aus: gegen Gesundheitsminister Jens Spahn, gegen die Krankenkassen und immer wieder gegen den Wort & Bild Verlag und dessen Apotheken Umschau. Den Deutschen Apothekerverband (DAV) lud er dagegen offen zur Zusammenarbeit ein. Die Stimmung ist insgesamt hervorragend bei der Noweda – nur ganz am Ende gab es kurz Stress.

Wer die Apothekergenossenschaft Noweda verstehen will, muss einmal selbst bei einer Generalversammlung dabei gewesen sein. Samstagnachmittag, Gruga-Halle in Essen: Um 17:50 Uhr – man liegt voll im Zeitplan – werden noch Jahresabschluss und Dividendenausschüttung beschlossen, Vorstand und Aufsichtsrat entlastet. Alles einstimmig, ohne Enthaltungen, ohne eine einzige Nachfrage. Doch dann kündigt Aufsichtsratschef Dr. Matthias Lempka sichtlich verlegen Top 7 an, „ausdrücklich auf Wunsch des Vorstands“: die Anpassung der Vergütung der Aufsichtsräte.

Kuck tritt also nach seinem Lagebericht zum zweiten Mal an das Rednerpult und erklärt wortreich und von Grafiken unterstützt, warum man den Mitgliedern im Kontrollgremium gern 4000 Euro mehr zahlen würde – pro Jahr. Die letzte Anpassung habe es 2010 gegeben, seitdem sei der Marktanteil der Noweda um 7,3 Prozentpunkte gewachsen, der Umsatz um 110 Prozent und neun neue Niederlassungen gebe es regelmäßig zu kontrollieren, teilweise im Ausland. Widerstand gegen diese eher bescheidene Anpassung ist nach dieser Rede nicht zu erwarten.

Und dann gibt es diesen Noweda-Moment: Ein Apotheker im Publikum meldet sich zu Wort und befindet die Erhöhung für viel zu niedrig. Er schlägt vor, das Salär von 12.000 auf 20.000 Euro zu erhöhen – so viele bekommen Aufsichtsräte durchschnittlich auch in weniger erfolgreichen Genossenschaften. Weil der stellvertretende Vorsitzende das 1,5-Fache und der Vorsitzende das Dreifache Honorar bezieht, ist Lempka nun vollends verlegen. Es gehe bei dem Job ja nicht um das Geld. Aber wenn der Kollege durchaus wolle, müsse er sein Ansinnen technisch gesehen als Antrag einbringen. Was dieser dann auch tut. Nach kurzer Gegenrede – Überprüfung des Aufwands und Wiedervorlage im nächsten Jahr – beantragt ein findiger Apotheker geheime Abstimmung. Ergebnis: Der Vorschlag des Vorstands wird frenetisch angenommen, der Plus-Plus-Vorschlag des Mitglieds abgelehnt. Den Burda-Vertretern vorne im Saal ist das Erstaunen ob dieser Ereignisse anzusehen.

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