Zukunftspakt: Ziemlich beste Freunde

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Berlin - Pharma Privat schließt sich dem Zukunftspakt Apotheke von Noweda und Burda an – und bringt bis zu 4000 Apotheken mit. Hanns-Heinrich Kehr, Geschäftsführer von Richard Kehr, erklärt, warum er über den Beitritt so happy ist.

Als DocMorris im August verkündete, auch Vor-Ort-Apotheken auf die eigene Plattform nehmen zu wollen, platzte Kehr der Kragen. Ausgerechnet jener Versandhändler, der keine Gelegenheit auslasse, die funktionierende Gesundheitsversorgung in Deutschland vom Ausland aus zu torpedieren? Jene Organisation, in deren DNA das Thema Apothekenkette verankert sei? Für ihn gab es nur einen Schluss, wie er in einem Statement zu Protokoll gab: Dass der Versandhandel aus Holland eben doch nicht so wettbewerbsfähig ist, wenn er unter gleichen Voraussetzungen stattfinden muss.

Kehr zählt auf: Nur Vor-Ort-Apotheken können dank Großhandel innerhalb weniger Stunden so ziemlich jedes Arzneimittel besorgen, das in Deutschland auf dem Markt ist. Nur Vor-Ort-Apotheken können das volle Sortiment liefern, also einschließlich Kühlware, Rezepturen und Betäubungsmittel. Nur Vor-Ort-Apotheken können den vorgeschriebenen Temperaturbereich einhalten. Und nur Vor-Ort-Apotheken können den Service anbieten, dass im Zweifelsfall das pharmazeutische Personal die Bestellung nach Hause liefert.

Das einzige, was Apotheken laut Kehr nicht können, ist, Patienten zu erreichen, die im Netz „herumwabern“. Mit Wave hat Pharma Privat zwar einen digitalen Instrumentenkasten entwickelt, der den Mitgliedern helfen soll, sich online zu positionieren. Was bis heute aber fehlt und auf absehbare Zeit auch nicht aus eigener Kraft erreicht werden kann, ist Reichweite. Und die haben die Pharma Privat Kunden jetzt über das Portal „IhreApotheken.de“.

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