ApoRetrO – der satirische Wochenrückblick

MC-Prüfung bei der Revision Alexander Müller, 16.11.2019 07:57 Uhr

Berlin - Ein Klassiker unter den Alpträumen: Plötzlich steht eine Prüfung an und man ist nicht vorbereitet. Aber wie wäre es, wenn das für Apothekeninhaber schreckliche Wirklichkeit würde?

Multiple Choice-Aufgaben im 1. Staatsexamen werden ja womöglich abgeschafft. Dann gibt es mündliche Prüfungen oder die angehenden Apotheker müssen in ganzen Sätzen schreiben. Aber Sie kennen das vom heimischen PC: Druckaufträge lassen sich oft ganz schlecht abbrechen. Also wird nach einer Zweitverwertung der in Ungnade gefallenen MC-Zettel gesucht. Nur sollen das Kreuz mit dem Kreuz künftig andere schleppen.

Sehr oft sehr gute Ideen und kreative Lösungen für neu geschaffene Probleme haben die Pharmazieräte (zum Beispiel Plattformregeln). So auch in diesem Fall: Die MC-Fragebögen könnten doch bei der Revision zum Einsatz kommen. Statt nur die Prüfung der Ausgangsstoffe zu prüfen, kann auch das pharmazeutische Wissen des Inhabers über eben diese Ausgangsstoffe objektiver erfasst werden. Diskriminiserungsfreier war die Revision nie und viel kommunikationsbedingter Ärger lässt sich aus dem Weg räumen.

Zu den möglichen Fragekomplexen könnten zählen: Apothekenräumlichkeiten und Barrierefreiheit, Einhaltung der Lagerungsbedingungen inklusive Botendienst und Vergleich der eichpflichtigen Geräte. 20 bis 30 MC-Fragen pro Revision halten die Pharmazieräte für machbar. Wenn noch Zettel übrig sind, könnten für angestellte Approbierte und PTA eigene Fragebögen entwickelt werden.

Und bevor ich jetzt tatsächlich Alpträume auslöse: Das ist nicht geplant. Eine Nachprüfung zur Approbation ist vorerst nicht vorgesehen und Sie dürfen Ihre Apotheke auch behalten, wenn Sie nicht auf Anhieb wissen, ob Glycin bei einem pH-Wert von 6 vorwiegend als Zwitterion vorliegt oder nicht.

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