Faktencheck: Richtig reagieren bei Abgabefehlern

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Berlin -

Ist in der Apotheke ein Fehler passiert, liegen schnell die Nerven blank. Oberster Grundsatz in solchen Fällen ist: Ruhe bewahren. Was ist zuerst zu tun, was später? Was sollte man wem sagen, welche Nachweise sollte man sichern? Die wichtigsten Fakten im Schnellcheck.

Wie sollte man reagieren, wenn ein Fehler vermutet wird?
Zunächst gilt es, den Fall genau zu prüfen und andere Erklärungsmöglichkeiten auszuschließen. Dazu sollte der Vorgang rekonstruiert werden, zum Beispiel über die Kundenkartei oder die Abverkaufshistorie. Auch ein Abgleich der Bestände kann einen Hinweis geben. Außerdem sollten alle Beteiligten befragt werden.

Wann sollte der Patient informiert werden?
Ist ein Fehler wahrscheinlich, sollten sofort alle Hebel in Bewegung gesetzt werden, um den Betroffenen zu warnen. Dies ergibt sich aus der generellen Verpflichtung, Schäden von Dritten abzuwenden. Das gilt übrigens auch dann, wenn es sich nicht ein eigenes Versäumnis handelt.

Wie sollte der Patient angesprochen werden?
In dieser Phase geht es darum, unverzüglich zu handeln, um beispielsweise die Einnahme des falschen Arzneimittels zu verhindern und das erforderliche Medikament rechtzeitig zur Verfügung zu stellen. Daher sollte offen mit dem Problem umgegangen werden. Dazu gehört, dass das Problem nicht bagatellisiert wird. Allerdings sollte man auch aufpassen, den Kunden nicht in Panik zu versetzen.



Hier gibt's den kompletten Faktencheck <media 56236 _blank external-link-new-window>als PDF zum Download</media>!

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