Gesundheitsamt fordert Maßnahmen

Schutz vor Apothekenschließung: FFP-Maske und getrennte Pause

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Berlin -

Apothekenmitarbeiter gehören zum Personal der kritischen Infrastruktur (KritIs), das hatte das Robert-Koch-Institut (RKI) im Frühjahr nach einigem Hin und Her beschlossen. Dennoch müssen Inhaber Vorkehrungen treffen, damit ihr Team bei einem positiven Fall nicht komplett in Quarantäne geschickt wird. In Bremen empfiehlt das Gesundheitsamt sogar getrennte Mittagspausen.

Durch die Einbeziehung in die KritIs-Gruppe soll sichergestellt werden, dass Apotheken bei einem Infektionsfall im Team nicht automatisch komplett schließen müssen. Zuvor hatten sich die Apothekerverbände dafür stark gemacht, denn während Praxen von geöffnet bleiben durften, sollten Apotheken bereits bei einem einzigen Fall im Team zunächst schließen müssen.Allerdings müssen die Inhaber Vorkehrungen treffen und anhand von Hygieneplänen nachweisen, dass die Gefahr einer Ansteckung im Team so gering wie möglich gehalten wird.

Das Hygienekonzept kann beispielsweise Maßnahmen enthalten, die den Verzicht auf eine Mund-Nasen-Bedeckung ermöglichen, zum Beispiel durch die Verwendung geeigneter physischer Barrieren aus Glas oder Plexiglas. Der Inhaber hat sicherzustellen, dass das Hygienekonzept auch eingehalten wird und es auf Verlangen der zuständigen Behörde vorzulegen. Kommt es zu einer Infektion im Team, entscheidet das zuständige Gesundheitsamt unter Berücksichtigung des konkreten Einzelfalls. Ein pauschaliertes oder einheitliches Vorgehen gibt es nicht. Vielmehr spielen räumliche Gegebenheiten, Abstandsmöglichkeiten und Belüftungssituation eine Rolle.

Im Handverkauf kann auf das Tragen einer Maske vielerorts verzichtet werden, wenn etwa durch Plexiglasscheiben die Einhaltung der Hygienevorschriften gewährleistet ist. Laut Sars-CoV-2-Arbeitsschutzregel sollen aber die Mitarbeiter untereinander einen Mindestabstand von 1,50 m einhalten. Soweit dies arbeitsbedingt nicht möglich ist und technische Maßnahmen wie Abtrennungen zwischen den Arbeitsplätzen nicht umsetzbar sind, müssen die Beschäftigten mindestens eine Mund-Nasen-Bedeckung zum gegenseitigen Schutz tragen.

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