Säureblocker

PPI: Zwischen Kritik und Zuspruch

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Berlin -

Die Diskussion um Protonenpumpenhemmer (PPI) wird lauter. Während die Barmer und Gastroenterologen den steigenden Einsatz der Arzneistoffklasse kritisch beurteilen, warnt der Bundesverband der Arzneimittelhersteller (BAH) vor pauschalen Urteilen.

Pauschale Urteile über die Verordnung von PPI seien unverantwortlich, da sie Patienten verunsicherten und die notwendige Therapie kranker Menschen gefährdeten, so der BAH. Für wen und wie lange Medikamente verordnet würden, könne allein der Arzt entscheiden. In diesem Zug könne man nicht allgemein behaupten, Ärzte verordneten nicht indikations- und somit patientengerecht.

„Dabei sind PPI wertvolle und grundsätzlich sehr gut verträgliche Arzneimittel, die in den zugelassenen Indikationsgebieten für die betroffenen Patienten einen großen Nutzen haben“, so Dr. Hermann Kortland, stellvertretender Geschäftsführer des BAH. „Sie stellen einen wesentlichen Therapiefortschritt der vergangenen Jahre dar. Nicht vergessen werden sollte zum Beispiel, dass PPI maßgeblich dazu beigetragen haben, Magenoperationen in vielen Fällen überflüssig zu machen.“

Christoph Straub, Vorstandschef der Barmer, hatte erklärt: „Dass immer mehr Patienten Magensäureblocker verordnet bekommen, ist weder durch steigende Erkrankungsraten noch durch demographische Faktoren zu erklären.“ Im Vergleich zu 2006 hätten sich die verabreichten Tagesdosen verdreifacht. Im Jahr 2015 wurden etwa 36 Millionen Packungen rezeptiert und vier Millionen freiverkäuflich erworben.

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