MTX und PPI: Toxische Kombi

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Berlin -

Wirkung und Nebenwirkung sind in der Medikation fest verankert. Die Beschwerden können den Patienten nicht als unerwünschte Wirkung bekannt sein. Die Behandlung der Symptome in der Selbstmedikation, hält jedoch Wechselwirkungen bereit. Auch die Kombination aus Methotrexat (MTX) und einem Protonenpumpenhemmer (PPI) ist zu vermeiden.

Fall: Eine Kundin nimmt seit längerer Zeit einmal in der Woche ein MTX-haltiges Präparat ein. Seit einigen Wochen leidet sie unter Magenbeschwerden – sie verspürt ein Brennen hinter der Brust und im Magen und berichtet über einen Reflux.

In der Werbung habe sie ein Präparat gegen zu viel Säure im Magen gesehen und möchte es gerne ausprobieren. Die Schmerzen seien an einigen Tagen unerträglich. Die Kundin achtet nach eigenem Bekunden auf ihre Ernährung und hat scharfes und fettiges Essen vom Speiseplan gestrichen. Kohlensäurehaltige Getränke, Kaffee und Rotwein meidet sie ebenfalls. Jetzt müsse schnelle Hilfe her.

Ein Säureblocker ist in ihren Augen genau das Richtige. Mit dem Medikament wolle sie die Zeit bis zum nächsten Arzttermin überbrücken. Freiverkäuflich sind Omeprazol, Pantoprazol und Esomeprazol.

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