Kein ASS mit MTX

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Berlin -

Werden verschiedene Arzneimittel gemeinsam eingenommen, können auf unterschiedlichen Wegen Wechselwirkungen auftreten. Daher sollte die Medikation stets auf Interaktionen überprüft werden. Vorsicht ist beispielsweise bei der Kombination von Acetylsalicylsäure (ASS) und Methotrexat (MTX) geboten.

Fall: Eine Frau wird aufgrund einer rheumatoiden Arthritis mit MTX behandelt. Einmal in der Woche erfolgt die Anwendung des Arzneimittels. Momentan wird sie mit der maximalen Wochendosierung von 20 mg therapiert. Bei entsprechender Besserung soll diese jedoch wieder schrittweise reduziert werden. Da sie einen Langstreckenflug plant und einer möglichen Thrombose vorbeugen will, hat sie von einer Freundin die Einnahme von ASS empfohlen bekommen.

Analyse: ASS darf nicht gleichzeitig mit MTX angewendet werden, wenn die Wochendosis 15 mg oder mehr beträgt. Bei einmal wöchentlicher Gabe von weniger als 15 mg ist Vorsicht geboten, da sich die MTX-Nebenwirkungen verstärken können. Ursache ist eine verminderte Ausscheidung von MTX und eine Verdrängung aus der Plasmaproteinbindung.

MTX ist ein Folsäure-Antagonist und hemmt kompetetiv das Enzym Dihydrofolat-Reduktase und somit die DNA-Synthese. Der Zellzyklus wird unterbrochen und Tumorzellen können sich nicht vermehren. Dem Wirkstoff werden immunsuppressive und entzündungshemmende Eigenschaften zugesprochen. Indiziert ist das Arzneimittel, das als Tablette und Injektion im Handel ist, bei onkologischen Erkrankungen wie akuter lymphatischer Leukämie (ALL). Im nicht-onkologischen Bereich kommt der Wirkstoff beispielsweise zur Behandlung einer Psoriasis oder rheumatoider Arthritis (RA) zum Einsatz. Patienten wird während der Behandlung einmal in der Woche ein Folsäurepräparat empfohlen.

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